Trend auf Tiktok : „Wie wird ein Toter gewaschen?“– 15-jähriger Bestatter klärt auf

shz+ Logo
Was passiert eigentlich mit einem Totem beim Bestatter? Luis Bauer kennt die Antwort.
Was passiert eigentlich mit einem Totem beim Bestatter? Luis Bauer kennt die Antwort.

Der Tod ist für viele Menschen ein schwieriges Thema. Der 15-jährige Luis Bauer möchte das ändern und klärt seine Follower bei Tiktok über das Thema auf.

Exklusiv für
shz+ Nutzer
shz+ Logo

Avatar_shz von
21. Juni 2021, 11:15 Uhr

Hamburg | In diesem Artikel erfährst Du:

  • Wie die Arbeit bei einem Bestatter aussieht.
  • Was ein 15-Jähriger Überraschendes aus dem Betrieb seines Vaters erzählt.
  • Warum der Tod so seinen Schrecken verlieren kann.

Der Tod ist eines dieser Themen, mit denen man sich vermutlich so wenig wie möglich beschäftigen möchte. Dabei ist die Auseinandersetzung wichtig, denn schließlich sterben wir alle mal. Auch der 15-jährige Luis Bauer aus Fürth hat sich das gedacht und kurzerhand angefangen, Tiktok-Videos über den Berufsalltag eines Bestatters zu drehen – mit großem Erfolg.

Mehr #neo gibt's hier:

Der Schüler hilft im Bestattungsunternehmen seines Vaters aus. Bereits zuvor hatte er einige Clips auf der Videoplattform Tiktok veröffentlicht, allerdings mit mäßigen Erfolg. Im Februar kam ihm dann die Idee über den Bestatteralltag und den Tod zu sprechen, als er einen Toten wusch. "Ich dachte, du wäschst gerade einen toten Menschen, das ist für mich ganz normal und natürlich. Vielleicht kann ich dieses Gefühl anderen über diese Plattform näher bringen und ein Stück weit ein Tabu brechen.", berichtete der Schüler dem "Merkur".

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

"Es geht ja darum, den Menschen damit eine letzte Würde zu erweisen."

Seit Februar hat sich einiges getan: Mittlerweile folgen dem Kanal "bestattungenburger", auf dem Luis Bauer seine Videos veröffentlicht, 350.000 Menschen. Insgesamt wurden die kurzen Clips schon sieben Millionen Mal geklickt. Luis Bauer widmet sich mit seiner unaufgeregten Art Themen wie "Bestatter-Mythen", wie Bestattungen während der Corona-Pandemie ablaufen, aber auch was passiert, wenn ein Kind oder Baby stirbt. Zudem zeigt er wie Tote vor der Beisetzung versorgt werden: "Es geht ja darum, den Menschen damit eine letzte Würde zu erweisen", sagt der Schüler gegenüber dem "Merkur", der bereits im Grundschulalter seine erste Leiche gesehen hat.

Dieser Text gehört zu unserem neuen Ressort #neo, das sich speziell an junge Leserinnen und Leser richtet. Mehr Infos und alle Texte findest Du hier.

Neben dem Prozedere vor der Beisetzung eines Menschen, erzählt der 15-Jährige aber auch, wie man die Toten im Gedächtnis behält und wie man mit Trauer am besten umgeht. So kann man sich zum Beispiel Schmuckstücke mit den Fingerabdrücken der Verstorbenen anfertigen lassen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen