Jobsuche im Internet : So findest Du die richtige Jobbörse für Dich

shz+ Logo
Die Jobsuche im Internet ist praktisch, kann aber auch schnell zu Verwirrung führen.
Die Jobsuche im Internet ist praktisch, kann aber auch schnell zu Verwirrung führen.

Egal, ob nach dem Studium, für Praktika oder einfach aus der Lust nach etwas Neuem: Wer einen Job sucht, kommt an Jobbörsen kaum vorbei. Aber die Auswahl ist groß. Wie findet man also die Richtige?

Exklusiv für
shz+ Nutzer
shz+ Logo

Avatar_shz von
23. Juni 2021, 10:58 Uhr

Berlin | In diesem Artikel erfährst Du:

  • Welche Arten von Jobbörsen es gibt.
  • Wie Du bei der Jobsuche vorgehen solltest.
  • Welche Möglichkeiten abseits von Jobbörsen existieren.

Für die meisten Menschen beginnt die Jobsuche im Internet. Dort wird man dann schnell mit einem riesigen Angebot an Jobbörsen konfrontiert. Sie können bei der Jobsuche sehr hilfreich sein, weil sie die Angebote im Netz strukturieren. Allerdings ist die Auswahl an Jobbörsen mittlerweile so groß, dass man schnell den Überblick verliert. Zwei Fachleute erklären Dir, wie Du die passende Jobbörse findest und sie für Dich richtig nutzt.

Welche Plattformen für die Jobsuche gibt es eigentlich?

Grundsätzlich lassen sich die vielen Jobbörsen in unterschiedliche Kategorien einteilen: Auf allgemeinen Plattformen können sämtliche Unternehmen die unterschiedlichsten Jobs ausschreiben. Spezialplattformen dagegen bieten Anzeigen für bestimmte Branchen an oder eine spezielle Zielgruppe. Job-Suchmaschinen durchsuchen das Internet nach Jobanzeigen und tragen diese dann für Dich zusammen.

Plattformen wie 'Linked in' können bei der Jobsuche sehr hilfreich sein, wenn man einige Dinge beachtet.
dpa/Jens Büttner
Plattformen wie "Linked in" können bei der Jobsuche sehr hilfreich sein, wenn man einige Dinge beachtet.

Zuletzt gibt es noch berufliche Netzwerke. Dort können Nutzerinnen und Nutzer ein Profil anlegen, sich mit anderen Mitgliedern vernetzen und sich von Recruitingfachkräften finden lassen. Auch Stellenanzeigen sind dort zu finden, auf die man sich dann einfach mit seinem vorher angelegten Profil bewerben kann.

Google und allgemeine Plattformen eignen sich für den Einstieg

Doch welche Plattform ist für wen geeignet? Wo beginne ich mit meiner Suche? "Wer noch nicht so viel Erfahrung mit Internet-Jobbörsen gesammelt hat, dem empfehle ich Google als Einstieg", sagt Branko Woischwill vom Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader in Berlin. "Es ist benutzerfreundlich, vertraut und ich bekomme für den Anfang einen guten Überblick darüber, was überhaupt auf dem Markt ist." Google for Jobs ist eine Art Spezial-Suche innerhalb der Google-Suche, die nur Stellenanzeigen liefern soll. "Der Vorteil von Suchmaschinen und allgemeinen Plattformen ist, dass sie einem viele Ergebnisse liefern. Wenn man noch nicht so genaue Vorstellungen hat, kann das toll sein, um sich zu orientieren und auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen", sagt Woischwill.

Mehr #neo gibt's hier:

Diese Fülle von Ergebnissen zu sichten, kann jedoch auch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Anders ist es bei Spezialplattformen. Hier bekommt man in der Regel weniger Ergebnisse, jedoch sind diese dann besonders passgenau. "Wer sich ein wenig tiefer in den Stellenmarkt einarbeiten will und einen konkreten neuen Job sucht, dem würde ich empfehlen, so spezifisch wie möglich zu beginnen", sagt Woischwill. "Wenn ich nichts Passendes finde, kann ich meine Suche immer noch ausweiten und allgemeiner machen."

Suchkriterien verfeinern und Alleinstellungsmerkmale präsentieren

Dafür ist es wichtig, dass Du Dir im Vorfeld Gedanken machst: Was genau erwarte ich von meinem neuen Job? Bin ich auf eine Region beschränkt? Wie sollen meine Arbeitszeiten sein? Wie hoch mein Gehalt? Auf welcher Position will ich arbeiten? Worauf könnte ich am ehesten verzichten? Was habe ich zu bieten? Was bin ich bereit dazuzulernen?

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

"Je genauer ich angeben kann, was ich suche und was ich biete, desto besser werden Matches sein. Und desto größere Chancen habe ich, den Job im Endeffekt auch zu bekommen", sagt Marlene Pöhlmann, die das Berliner Büro des Personalvermittlers Robert Half leitet. Sie rät dazu, mit den Filtern der Jobbörsen die Suche so detailliert wie möglich zu machen. Auch wer sich passende Stellenangebote per E-Mail-Alert schicken lässt, sollte eine möglichst genaue Vorauswahl treffen. Profile in beruflichen Netzwerken müssen sich abgrenzen: "Das gilt auch für Profile in beruflichen Netzwerken. Je mehr Informationen ich in mein Profil schreibe, die mich von anderen unterscheiden, desto eher werden die richtigen Personaler und Recruiter auf mich aufmerksam", sagt die Personalexpertin.

Dieser Text gehört zu unserem neuen Ressort #neo, das sich speziell an junge Leserinnen und Leser richtet. Mehr Infos und alle Texte findest Du hier.

"So ein Profil anzulegen kostet nicht viel Zeit, kann aber einen großen Nutzen haben", sagt Woischwill. "Selbst bei analogen Bewerbungen werden die Kandidaten in der Regel gegoogelt. Wenn dann ein solches Berufsprofil auftaucht, macht das einen guten Eindruck." Mindestens genauso wichtig wie Job-Plattformen im Netz sind aber persönliche berufliche Netzwerke. Rund "30 bis 40 Prozent aller Jobs" würden über persönliche Kontakte zustandekommen, sagt Woischwill.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen