Versicherungen, Gehalt, Erspartes : Diese finanziellen Ziele solltest Du mit Mitte 30 erreicht haben

Viele legen sich selbst unrealistische finanzielle Ziele fest. Das ist nicht nötig. (Symbolbild)
Viele legen sich selbst unrealistische finanzielle Ziele fest. Das ist nicht nötig. (Symbolbild)

Finanzielle Ziele setzt sich jeder, aber nicht immer sind sie besonders realistisch. Eine Expertin verrät: Das sollte man mit 35 Jahren wirklich beachten, um sich keine Sorgen um die Zukunft machen zu müssen.

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02. September 2021, 13:45 Uhr

Berlin | In diesem Artikel erfährst Du:

  • Warum man frühzeitig eine Gehaltserhöhung fordern sollte.
  • Wie man richtig spart.
  • Warum Versicherungen wichtig sind.

Wo stehe ich finanziell in fünf Jahren? Oder in zehn Jahren? Diese Frage stellen sich viele und zu dem Thema gibt es eine Menge Meinungen und Rechnungen. Die Nachrichtenseite " T-Online" zum Beispiel rät dazu, dass man mit 30 Jahren 50.000 Euro angespart haben sollte, um im Alter den gleichen Lebensstandard weiterführen zu können wie in jüngeren Jahren. Nach diesem Plan sollte man mit 35 schon auf 80.000 Euro kommen.

Wer sich jetzt Sorgen macht, den kann Finanzplanerin Alison Norris von der Beratungsfirma SoFi gleich beruhigen: Es gibt deutlich realistischere Ziele, die man sich setzen kann. In einem Interview mit "refinery29" hat sie erzählt, was man bis 35 finanziell wirklich erreicht haben sollte.

Eine Expertin gibt Tipps, wie man schlau spart und sich trotzdem keine Sorgen machen muss. (Symbolbild)
U. Grabowsky/photothek/imago images
Eine Expertin gibt Tipps, wie man schlau spart und sich trotzdem keine Sorgen machen muss. (Symbolbild)

Im richtigen Verhältnis denken

Zuallererst sei es wichtig, dass man in richtigen Verhältnissen denke. Es gehe nicht darum, wie viel schon erspart wurde, sondern dass man immer mehr sparen könne. Wenn man sein Vermögen jedes Jahr um ein paar Prozentpunkte steigern könne, sei das laut Norris ein Erfolg und muss als dieser angesehen werden.

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Gehaltserhöhung fordern

Wenn es um das Gehalt geht, hat die Expertin weitere Ratschläge. Man solle den eigenen Wert nicht unterschätzen und daher bei seinem Arbeitgeber nicht vor Verhandlungen bezüglich Gehaltserhöhungen zurückschrecken. "Wenn Leute das Wort 'Verhandlung' hören, bekommen sie oft Angst, aber es ist effektiv nur ein bestimmtes Gesprächsgeschick“, erklärt Norris. Je frühzeitiger man um mehr Geld kämpft, desto mehr lohnt es sich und kann einen enormen Unterschied im Konto ausmachen. Norris spricht von bis zu 200.000 Euro Unterschied bei einer 35-Jährigen.

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Bis zu sechs Monate ohne Einkommen leben

Bei dem Wort "sparen" denken viele an eine sehr weitreichende Zukunft und wahrscheinlich schon an die Altersvorsorge. Aber gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt: Man muss jederzeit darauf vorbereitet sein, dass unerwartet kein Gehalt mehr kommt. Alison Norris rät zu einem Kontostand, mit dem man bis zu sechs Monate über die Runden kommen kann. "Wenn du nur ein Einkommen zur Verfügung hast – sprich, wenn du alleinverdienend bist –, ist es besser, Geld für sechs Monate auf der hohen Kante zu haben." Würde man allerdings auf mehrere Einkommen zurückgreifen können, etwa durch einen Mitverdiener oder mehrere Jobs, dann würden auch drei Monate reichen.

Man sollte darauf vorbereitet sein, dass Einnahmen plötzlich wegfallen. Dann kommt es darauf an, ob man Alleinverdiener ist oder sich gegenseitig unterstützen kann. (Symbolbild)
S. Ziese/blickwinkel/imago images
Man sollte darauf vorbereitet sein, dass Einnahmen plötzlich wegfallen. Dann kommt es darauf an, ob man Alleinverdiener ist oder sich gegenseitig unterstützen kann. (Symbolbild)

Wie viel kostet die eigene Gesundheit?

Versicherungen sind ebenfalls enorm wichtig, wenn es um finanzielle Sicherheit geht, findet Norris. "Bei Versicherungen denken viele zuerst an Lebensversicherungen – die wichtig sind, vor allem, wenn du jüngere Kinder hast –, aber auch Arbeitsunfähigkeits- und weitere Krankenversicherungen schützen dich und dein Einkommenspotenzial."

Dieser Text gehört zu unserem neuen Ressort #neo, das sich speziell an junge Leserinnen und Leser richtet. Mehr Infos und alle Texte findest Du hier.

Ihr Tipp: Man solle durchrechnen, wie viel einen die eigene Gesundheit kostet und auf dieser Basis entscheiden, wie viel man in Versicherungen investiert. Dafür sei es wichtig, dass man genug Einkommen übrig hat, auch wenn die Versicherung nie gebraucht werden würde. Aus finanzieller Sicht sei es dann trotzdem eine gute Idee gewesen, sagt Norris.

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