„Verabschieden Sie sich“ : Corona in der Schwangerschaft: Britin freut sich über ihr „Wunder“-Baby

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Die Geburt ihres Babys gestaltete sich wegen einer Corona-Infektion für eine 27-Jährige Britin dramatisch. (Symbolbild)
Die Geburt ihres Babys gestaltete sich wegen einer Corona-Infektion für eine 27-Jährige Britin dramatisch. (Symbolbild)

Die schwangere Britin wurde ins Koma versetzt – sie hatte Corona. Ob sie und ihr Baby überleben würden, war fraglich.

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14. Mai 2021, 14:18 Uhr

Newport | In diesem Artikel erfährst Du:

  • Wie die schwangere Britin Marriam Ahmad mit einer Corona Infektion auf der Intensivstation landete.
  • Wie sich Marriam von ihrer Familie verabschieden musste.
  • Warum das Baby den Namen Khadija trägt.

In der 29. Schwangerschaftswoche musste die Britin Marriam Ahmad ins Krankenhaus – sie hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Marriam lies sogar ihre Reisetasche zu Hause, da sie nicht erwartete, lange bleiben zu müssen. Sie und ihr Mann Usman hatten sich noch nicht einmal für einen Namen für ihr zweites Kind entschieden. Dann kam es aber anders: Der Zustand der 27-Jährigen verschlechterte sich im Krankenhaus rapide, wie sie der "BBC" erzählte. Marriam, die Asthmatikerin ist, musste ins künstliche Koma versetzt werden. Ob sie und ihr Baby überleben würden, war fraglich.

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"Verabschieden Sie sich"

Die Ärzte sagten Marriam, dass sie vielleicht nicht aus dem Koma aufwachen werde. "Innerhalb von fünf Minuten haben sie gesagt: Sie werden jetzt beatmet, Sie werden einen Kaiserschnitt haben, das Baby kommt, Sie werden ohnmächtig sein, vielleicht werden Sie es nicht schaffen. Verabschieden Sie sich", berichtet Marriam. Sie rief daraufhin ihre Eltern an, ihren Mann und ihren Sohn erreicht sie nicht mehr. Danach kann sie sich an nichts mehr erinnern.

Nachdem sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, musste Marriam beatmet werden.
imago images/C3 Pictures
Nachdem sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, musste Marriam beatmet werden.

Die Ärzte holen das Kind per Kaiserschnitt

Ihre Tochter, die vorerst nur "Baby Ahmed" genannt wird, erblickt am 18. Januar um 20:27 Uhr das Licht der Welt. Sie wiegt 1,17 kg – ungefähr so viel, wie eine Packung Zucker. Und – entgegen der Einschätzung der Ärzte – wacht auch Marriam am nächsten Tag aus dem Koma auf. Eine Woche lang kann sie ihr Kind nicht sehen, während sie sich von ihrer Infektion erholt. Die Krankenschwestern zeigen ihr Bilder und Videos von dem Baby, das immer noch keinen Namen hat.

Am 18. Januar wird Marriams Baby geboren. (Symbolbild)
imago images/Xinhua
Am 18. Januar wird Marriams Baby geboren. (Symbolbild)

Ein starker Name für ein starkes Baby

Als Usman und Marriam dann endlich ihr Kind sehen dürfen, entscheiden sie sich für einen besonderen Namen: Khadija. "Khadija ist im islamischen Glauben eine starke, unabhängige Frau", begründet Marriam die Entscheidung. Ein Wunder sei vor allem, dass es bei dem Baby trotz seiner Geburt in der 29. Schwangerschaftswoche zu keinerlei Komplikationen gekommen ist.

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Nach acht schwierigen Wochen im Krankenhaus durften Mutter und Kind dann endlich nach Hause. "Ich bin einfach nur dankbar für die kleinen Dinge im Leben und dass ich Zeit mit meiner Familie verbringen kann", sagt Marriam gegenüber der "BBC" über die traumatische Erfahrung.

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