Krise in der Landwirtschaft : Nach Konkurs: Dänischer Bauernhof soll 205 Millionen Kronen kosten

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Tausende Ferkel und Sauen suchen einen neuen Besitzer.

Die Krise in der Landwirtschaft trifft auch die dänischen Bauern hart. Einer der größten Ferkelerzeuger des Landes muss aufgeben.

shz.de von
11. Februar 2016, 10:03 Uhr

Viborg | Die Krise in der dänischen Landwirtschaft trifft nun auch die Größten: Einer der größten Agrarbetriebe Dänemarks steht nach einem Konkurs zum Verkauf – für satte 205 Millionen Kronen, also umgerechnet 27,5 Millionen Euro. Die Betriebe Sønderupgård 1 und 2 bestehen aus insgesamt zwölf Höfen mit zusammen 1.000 Hektar, die östlich von Viborg in Mitteljütland liegen. Verkäufer sind die Maklerfirma Nybolig und Landbrugsmæglerne.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Konkurse in der dänischen Landwirtschaft – insbesondere in der Milchviehwirtschaft – um 50 Prozent. Der Trend hält an.


In den Ställen werden rund 5.000 Sauen gehalten, die pro Jahr werden etwa 150.000 Ferkel produzieren. Sønderupgaard 1 wird für rund 120 Millionen Kronen angeboten. Laut „Jyllands-Posten“ betrugen die Schulden, die auf diesem Betrieb lasten 2013/14 schon rund 21 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten dürften angesichts der verschärften Krise in der Landwirtschaft seither noch erheblich gestiegen sein. Sønderupgaard 2 soll 85 Millionen Kronen (11,4 Millionen Euro) kosten. Der Betrieb ist laut „Jyllands-Posten“ weit höher verschuldet.

Der bisherige Besitzer Peter Boilsen hat dem Russland-Boykott die Schuld für das Scheitern zugewiesen. Der habe den Betrieb rund eine Million Kronen pro Monat gekostet.

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