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Germanwings-Katastrophe : Nach Flugzeugabsturz: Die Suche nach den Opfern von Flug 4U9525

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Trauer, Entsetzen - und angespannte Stimmung bei den Bergungskräften: Die Suche nach den Opfern der Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen verlangt den Helfern alles ab.

Seyne-les-Alpes | Hubschrauber donnern am Mittwochmorgen über Seyne-les-Alpes. Von dem kleinen Ort aus nehmen sie Kurs auf den Schauplatz der Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen. Der Felsen, an dem am Dienstag der Airbus A320 der Lufthansa-Tochter zerschellte, liegt nur 15 Kilometer entfernt. Bilder der Flüge vom Vortag zeigen unzählige Trümmerteile in den Felsen. Auf einem Video scheint sogar ein Teil des Germanwings-Logo zu erkennbar zu sein.

Bei dem Absturz des Airbus von Germanwings am Dienstag sind wohl 150 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen vermutlich 72 Deutsche. Es ist einer der schwersten Unfälle in der deutschen Luftfahrtgeschichte.

Der Zugang zum Airbus-Wrack ist extrem schwierig. Das Gelände ist unwegsam. „Wir sind hier im Hochgebirge“, sagt Polizeichef David Galtier über den Unfallort. Er koordiniert die mehr als 500 Einsatzkräfte - und bleibt kurz angebunden. Der Einsatz hat Priorität.

Am Mittwochmorgen sind die Gipfel weiß – es hat in der Nacht geschneit. Das dürfte die Suche zusätzlich erschweren. Am Unfallort gab es am Vorabend noch rauchende Trümmerteile. „Man muss mit äußerster Vorsicht vorgehen“, sagt Galtier. „Das Wichtigste ist, das Gebiet abzusichern und die Körper zu bergen.“

 

Am Dienstagabend waren rund 50 Spezialkräfte zu Fuß von Seyne gestartet, um zur Unglücksstelle vorzudringen. Sie hätten über Nacht biwakiert - bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt. „Sie wollten kein Risiko eingehen“, sagt Innenministeriumssprecher Pierre-Henri Bardet.

Angehörige der Opfer werden in dem 1500-Seelen-Ort erwartet. Sie werden psychologisch betreut, sagte Innenministeriumssprecher Pierre-Henri Bardet. Für sie wurde eine Art Kapelle eingerichtet – ein Ort zum Trauern. Wann die sterblichen Überreste ihrer Angehörigen geborgen werden können, ist unklar. „Ein Timing zu geben, ist unmöglich“, sagt Bardet. Unklar ist auch, wo sie aufgebahrt werden.

Zeitgleich werden auch Politiker erwartet: Bundeskanzlerin Angela Merkel will zur Absturzstelle reisen. Dort trifft sie sich mit Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande. Sie sollen voraussichtlich in Autos in die Nähe des Unfallortes gebracht werden.

Belagert wird die kleine Gemeinde bereits von Medienvertretern aus aller Welt. Kamerateams und Reporter haben sich versammelt.

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erstellt am 25.Mär.2015 | 14:17 Uhr

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