Bergung der Flugschreiber aus Javasee : Nach Absturz von AirAsia-Maschine: Blackboxen gefunden

Einsatzkräfte suchen aus der Luft nach Wrackteilen und Toten.
Einsatzkräfte suchen aus der Luft nach Wrackteilen und Toten.

Nach langer Suche sind die Flugschreiber der AirAsia-Maschine in der Javasee gefunden worden. Eine Bergung der Blackboxen verzögert sich.

shz.de von
11. Januar 2015, 15:47 Uhr

Jakarta | Zwei Wochen nach dem Absturz der AirAsia-Maschine in Indonesien haben Taucher die Flugschreiber in der Javasee gefunden. Das teilte das indonesische Verkehrsministerium am Sonntag mit. Die Blackboxen hätten aber zunächst nicht geborgen werden können, weil sie zwischen Trümmerteilen eingeklemmt waren. Spezialisten wollen die Wrackteile am Montag mit Hilfe von Luftkissen anheben, um so an die Flugschreiber zu kommen.

Die Geräte zeichnen Gespräche im Cockpit sowie technische Daten auf. Die Experten erwarten sich davon Aufschluss über die Unglücksursache. Das Flugzeug war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Indonesien nach Singapur ins Meer vor Borneo gestürzt. Der Pilot hatte keinen Notruf abgesetzt. Bekannt ist nur, dass er um eine Kursänderung bat, um Gewitterwolken zu umfliegen. Kurz danach verschwand die Maschine vom Radar.

Am Sonntag hatten drei Suchschiffe Ping-Signale in der Nähe der Stelle aufgefangen, an der vor einigen Tagen ein Teil des Flugzeughecks gefunden worden war. Laut Suryadi Supriyadi von der Such- und Rettungsbehörde orteten Sonargeräte dort auch ein großes Objekt am Meeresgrund. „Wir vermuten, dass es der Rumpf des Flugzeugs ist“, sagte er dem Fernsehsender Metro TV. Im Rumpf werden die meisten der Opfer vermutet. Bislang wurden 48 Leichen geborgen.

Experten hatten das Heck des Airbus A320 mit dem weiß-roten AirAsia-Logo am Samstag aus dem rund 30 Meter tiefen Wasser gehievt. Das Wrackteil wurde zur Untersuchung zum Küstenort Pangkalan Bun auf Borneo gebracht. Die Flugschreiber sind normalerweise im Heck. Das AirAsia-Wrack ist stark beschädigt und in viele Teile zerbrochen. Vermutlich fielen die Geräte heraus und wurden von der Strömung fortgerissen. Sie senden 30 Tage lang Signale.

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