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Musik : Wunderhübsch: Sixties-Pop von The Love Language

vom

Wenn Arcade Fire sich von Phil Spector produzieren ließen (geht natürlich nicht, der Mann sitzt ja im Knast) - dann würde sich das wohl in etwa so anhören wie das neue Album von The Love Language. Also ziemlich eindrucksvoll.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2013 | 00:24 Uhr

Die US-Band um Songwriter Stuart McLamb baut auf ihrer dritten Platte «Ruby Red» (Merge/Cargo) einen mächtigen Wall Of Sound, wie er bei den großen Spector-Produktionen der Sixties oder auch beim Melodien-Großmeister Burt Bacharach üblich war. McLamb & Co lassen die Gitarren dazu teilweise aufgeraut perlen und polstern den Sound mit viel Keyboard-Klingeling, Streichern und Harmony-Vocals aus.

In Balladen wie «Golden Age» fühlt man sich an Eighties-Bands wie The Dream Academy erinnert (falls die noch jemand kennt). Auch etwas Morricone-Feeling darf nicht fehlen bei diesem ganz auf Atmosphäre und Weite angelegten Klangbild («For Izzy»). Und klassische Beatles-Harmonien, auf die man nun zwangsläufig wartet, bewahren sich The Love Language bis zum Schluss auf («Pilot Light»).

Dass insgesamt rund 20 Musiker an den Aufnahmen in North Carolina beteiligt waren, kann man hören. «Gorgeous and unashamedly fun», urteilte das Online-Musikmagazin «Pitchfork» über «Ruby Red» und vergab eine Top-Note. Ja, dieses aus zehn kurzen Songs bestehende 33-Minuten-Album klingt wirklich ganz wunderhübsch und macht jede Menge Spaß, für den sich weder Stuart McLamb noch der Hörer schämen muss. Feine Sommerplatte!

Website The Love Language

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