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„Lost Masters“ des Reggae-Helden : Verschollene Musik von Bob Marley aufgetaucht und restauriert

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Schatz für die Ohren lag in einem Pappkarton in London. Die Tonqualität soll verblüffend gut sein.

London | Experten haben in mühevoller Kleinarbeit einen lange verschollenen musikalischen Schatz gerettet: Mehrere über 40 Jahre alte Tonbänder mit einzigartigen Konzertmitschnitten der Reggae-Ikone Bob Marley sind nach britischen Medienberichten restauriert worden.

Der Termin für die frohe Nachricht ist gut gewählt, denn Marley wäre am 5. Februar 72 Jahre alt geworden.

Die Magnetbänder lagen völlig ramponiert in einer verdreckten Kiste in einem Londoner Hotel-Keller, Wasser hatte ihnen arg zugesetzt. Mehr als zwölf Monate dauerte die Restaurierung. Die Experten sind verblüfft von der hohen Aufnahmequalität damals, wie es weiter heißt.

Mitte der 70er Jahre hatte Marley mit seiner Band während seiner Europa-Tournee in dem Hotel gewohnt. Es soll sich um Mitschnitte von Konzerten in London und Paris zwischen 1974 und 1978 handeln - mit Songs wie „No woman No Cry“ und „I Shot the Sheriff“. Unter Fans sind die Bänder auch als „Lost Masters“ (verschollene Originale) bekannt.

„Ich war ehrlich gesagt sprachlos“, zitierten die Zeitungen den Sänger Louis Hoover. Ihm waren den Berichten zufolge die Bänder von einem Geschäftsmann angeboten worden, der ein Marley-Fan ist. Von den 13 Bändern konnten demnach zehn restauriert werden. Zwei enthielten keine Aufnahmen, und ein Band war komplett zerstört.

Wie das Musikmagazin „Rolling Stone“ schreibt, hatte Marley für die Aufzeichnungen eine mobiles Studio mit 24 Tonspuren zur Verfügung. Er hatte es von den Rolling Stones ausgeliehen.

Der jamaikanische Musiker, der in einem Slum aufwuchs und sich für die unterdrückten Völker einsetzte, starb 1981 im Alter von 36 Jahren an Krebs, den er aus Glaubensgründen nicht behandeln ließ.

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erstellt am 07.Feb.2017 | 16:25 Uhr

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