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Musik : Sympathischer US-Indiepop von Rogue Wave

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Rogue Wave aus Oakland/Kalifornien ist eine grundsympathische Band. Das Problem: Ihre Musik ist ein so typisch US-amerikanischer Indiepop, dass Verwechslungen vorprogrammiert sind. Auch bei Album Nummer fünf ist das kaum anders.

shz.de von
erstellt am 29.Jul.2013 | 14:47 Uhr

Man kann den Trademark-Sound von Nada Surf, Death Cab For Cutie und vor allem The Shins auch aus den zehn hübschen Liedern von «Nightingale Floors» (Vagrant/Alive) heraushören. Frontmann Zach Schwartz singt mit sanfter Tenorstimme, die Gitarren perlen herzallerliebst, dezente Keyboards polstern das Klangbild auf. Top-Produzent John Congleton hat den Nachfolger von «Permalight» (einem kleineren Billboard-Hit von 2010) im Studio betreut, die Neuerungen halten sich freilich in Grenzen.

Also muss man schon genauer und womöglich auch öfter hinhören, um die Reize dieses zunächst so unspektakulären Albums zu entdecken. Denn Zach Schwartz besingt zu seinen federleichten Indiepop-Melodien durchaus schwerwiegende Dinge, etwa den Tod seines Vaters während der Arbeit an «Nightingale Floors».

Überhaupt waren die zurückliegenden Jahre offenkundig nicht gerade leicht für Rogue Wave, und so wirkt diese Platte wie eine Befreiung von alten Dämonen. Der Sänger sieht es inzwischen mit Humor: «Alles Mögliche wollte uns umbringen, aber wir sind immer noch da.» Auch wenn diese 2002 gegründete US-Band mit ihrer feinen Musik nicht mehr die Pop-Welt aus den Angeln hebt - man darf froh sein, dass es sie weiterhin gibt.

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