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Musik : Stippvisite von King Krule

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«Ich habe viele Abgründe in mir. Aber ich spreche da halt nicht mit anderen Leuten drüber», erzählte King Krule im Arte-Interview. Und deshalb würde er Musik machen: «Damit ich den ganzen Kram endlich mal rauslassen kann. Und die Leute mitbekommen was ich fühle.»

Dass er damit aber plötzlich als Stimme seiner Generation gefeiert und gehypt wird, einer desorientierten und frustrierten Jugend, ist ihm aber überhaupt nicht recht. «Ich bin desillusioniert, aber ich will mir nicht zusätzlich zu meiner Last auch noch die Last anderer aufbürden», sagte das 19-jährige Wunderkind im Interview mit dem «Guardian».

Dabei kommt Archy Marshall nicht urplötzlich aus dem Nichts. Er hat schon vor drei Jahren unter dem Namen Zoo Kid einige Songs veröffentlicht, die bereits für ziemliche Begeisterung sorgten. Mit seinem Debütalbum «6 Feet Beneath The Moon» hat er jetzt für reichlich Furore gesorgt. Bei zwei Konzerten in Hamburg und Berlin stellt er es jetzt vor.

Bei King Krule muss man genau hinhören, denn «6 Feet Beneath The Moon» ist weder besonders eingängig, noch lässt es sich eindeutig einem Genre zuschreiben. Der Bursche macht mit seiner Stimme und seiner Gitarre, was er will - und das verdammt gut.

Jazz, Soul, Dub, Ska, Swing, die Fifties, Blues und weiß der Himmel was noch - man kann eine Menge Einflüsse in den Songs von King Krule ausmachen, aber es sind doch nur gelegentliche Versatzstücke einer ganz originären und sprunghaften Musik, die eine nervös-relaxte Intensität besitzt, die einen in verstörende Unruhe versetzt - wild und ungestüm - und dann doch wieder ganz «smooth» daherkommt. Sind das überhaupt noch Songs im herkömmlichen Sinn? King Krule hat jedenfalls seine ganz eigene Vorstellung davon. Avantgarde-Pop, gewöhnungsbedürftig, aber zündend.

Tourdaten: 15.10. Berlin - Berghain Kantine, 16.10. Hamburg - Uebel & Gefährlich

Website King Krule

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erstellt am 15.Okt.2013 | 11:57 Uhr

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