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Musik : Pure Spielfreude: Rah Rah aus Kanada

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Der Bandname Rah Rah klingt wie das Krächzen einer Krähe und mag nicht der zugkräftigste sein. Das sollte jedoch niemanden davon abhalten, dem Deutschland-Debüt dieser kanadischen Indierocker ein Ohr zu leihen.

Wer das letztjährige Album der großen Singer/Songwriter-Dame Aimee Mann vor allem wegen ihres tollen Duetts mit James Mercer (The Shins) mochte, für den dürfte «The Poet's Dead» (DevilDuck Records/Indigo) ein Ereignis sein (Anspieltipp: Track 7 «I'm A Killer»). Denn wunderbare Wechselgesänge von Erin Passmore und Marshall Burns prägen auch dieses Ende August erschienene Werk, das musikalisch zwischen harmonieseligem Folkrock, Powerpop à la New Pornographers und zarten Americana-Balladen pendelt. Einen euphorischeren Sommer-Song als «First Kiss», einen mitreißenderen Gitarrenrock-Kracher als «20s» wird man in diesen Wochen kaum hören.

In Kanada wurden Rah Ra bereits als hoffnungsvollste Nachwuchsband und bester Alternative-Act geehrt. Beim diesjährigen SXSW-Festival in Austin beeindruckte das ständig die Instrumente wechselnde Quintett die Talentscouts mit seinen Live-Qualitäten so nachhaltig, dass das Album nun überraschend zügig auch hierzulande erscheint. Gut so. Denn die Spielfreude der 2007 als Trio gegründeten Band kommt auf dem Studioalbum «The Poet's Dead» voll rüber. Und was die Qualität der Songs betrifft - da gilt wieder mal das alte Motto: In einer besseren Welt wären Rah Rah damit ein Fall für die Charts.

Website Rah Rah

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erstellt am 03.Sep.2013 | 08:07 Uhr

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