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Musik : Patrice: Reggae bei Sonnenaufgang

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Mit einer Kassette, die er sich von seiner Schwester überspielt hatte, fing Patrice' Leidenschaft für Reggae an. Auf der einen Seite: Bob Marley. Auf der anderen: Stücke aus der Rocky Horror Picture Show.

Die war irgendwann abgemeldet. Die Musik der jamaikanischen Ikone dagegen hatte es ihm angetan. «Ich wollte nichts anderes mehr hören», sagt der Sänger heute. Mit seinem neuen Studioalbum kehrt der 34-Jährige zu seinen Wurzeln zurück.

Der Sohn eines Schriftstellers aus Sierra Leone und einer Deutschen heißt mit vollem Namen Patrice Babatunde Bart-Williams. Für sein neues Album «The Rising of the Son» war wohl auch das afrikanische «Babatunde» Vorlage. Es heißt soviel wie: Die Wiederkehr des Vaters. Patrice wurde am selben Tag geboren, an dem sein Großvater starb.

Anfangs hatte sich der in Kerpen bei Köln aufgewachsene Patrice noch als reiner Reggae-Künstler missverstanden gefühlt. «Ich bin gar nicht nur Reggae, ich bin viel mehr.» Jetzt meint Patrice: «Die Leute haben verstanden, dass ich was anderes bin, und somit kann ich wieder ein Album machen, das mehr Reggae-Klänge hat.» Die neue Platte hat Soul, Funk, Hip-Hop - aber vor allem Reggae. 13 Songs verströmen positive Aufbruchsstimmung.

Den Auftakt macht das Stück «Alive» und gibt die Stimmung vor. Um seine neue Platte zu bewerben, steht Patrice früh auf - er spielt Konzerte bei Sonnenaufgang. «Wer sagt, dass man das abends machen muss?» Mit der Cap auf dem Kopf und der Gitarre im Arm verzaubert er Hunderte Fans bei magischer Stimmung am Elbstrand in Hamburg oder im Englischen Garten in München. «Der Sonnenaufgang ist eine ganz besondere Sache, die wir uns viel zu wenig angucken.»

Die größten Fans des Künstlers aber sind seine Kleinen: Sohn und Tochter, mit denen Patrice und seine Frau, die Sängerin Ayo, in Paris leben. «Die drehen da echt regelmäßig drauf durch», erzählt er. Ein kurzer Text, den sein kleiner Sohn für den Künstler Cody Chesnutt schrieb, diente sogar als Refrain für einen Song auf dem neuen Album: «God bless you la la la».

Mit sieben Jahren hat Patrice ihn jetzt schon als Künstler bei der GEMA angemeldet. «Mir ist wichtig, dass aus ihm was wird», sagt der Papa. Und lacht. «Er wird natürlich Musiker, ist ja klar.»

Website Patrice

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erstellt am 30.Aug.2013 | 08:07 Uhr

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