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Musik : Meditativ und hypnotisch: Elektropop von CFCF

vom

Wie ein Hybrid aus Peter Gabriels meditativen Songs der Frühphase (etwa «San Jacinto»), Brian Enos Ambient-Sound und Mobys entschleunigteren Techno-Tracks klingt «Outside» - das neue Album des Kanadiers Mike Silver alias CFCF.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2013 | 08:07 Uhr

Und es klingt gut. Denn der Produzent aus Montreal hat ein Album aufgenommen, das als Hintergrundmusik für ruhige Stunden ebenso gut funktioniert wie als Begleiter bei langen Autofahrten. Und es würde kaum verwundern, wenn recht bald ein Filmproduzent die Soundtrack-Qualitäten der zehn meist mittellangen Stücke entdeckte - die nicht ganz unähnliche Filmmusik zu Michael Manns 90er-Jahre-Thriller «Heat» könnte ein Vorbild liefern.

Viele der entrückt-elegischen Tracks des zweiten CFCF-Albums - nach «Continent» (2009) - wurden während Silvers Bus- und Bahn-Pendelei zwischen Montreal, New York und Toronto geschrieben. Wenn man die langgezogenen Gitarrensoli von «Find» hört, kann man sich vorstellen, dass es einsame, schwermütige Reisen durch die Nacht waren. Auch der ruhige, entspannte Gesang strotzt nur so vor Melancholie. Die wunderschöne Coverversion von Bonnie «Prince» Billys Song «Strange Form Of Life» passt perfekt in diesen Kontext.

Tanzbare Beats sind also selten auf einem Elektropop-Album, das auch Bezüge zu 80er-Jahre-Bands wie Tears For Fears oder The Blue Nile nicht leugnet. Insgesamt ist CFCF/Mike Silver mit «Outside» (Dummy Records/Pias/Cooperative) ein hypnotisches, stark auf Atmosphäre angelegtes Werk gelungen, das im Gegensatz zu seinem Vorgänger im Loft besser ankommen dürfte als im Club.

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