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Vorsicht vor überteuerten Tickets : Liebe Adele-Fans, aufgepasst beim Ticket-Kauf

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Aus der Onlineredaktion

Am 4. Dezember startet der Ticketverkauf für die Deutschland-Konzerte. Doch bereits jetzt kann man welche kaufen – zu horrenden Preisen.

Berlin/Hamburg/Köln | Für jeweils zwei Konzerte kommt die britische Sängerin Adele im kommenden Jahr nach Deutschland. Am 10. und 11. Mai singt die 27-Jährige in Hamburg Songs von ihrem neuen Album „25“. Tickets für die Konzerte in der Hansestadt, in Köln und Berlin gibt es ab dem 4. Dezember um 10 Uhr bei den lizensierten Ticketanbietern Ticketmaster oder Eventim. Bereits vorab können angemeldete Mitglieder auf adele.com, der offiziellen Homepage der Sängerin, einen Vorverkauf nutzen. Kaum ein Händler der aktuell Adele-Tickets anbietet, besitzt schon ein Kontingent. Unseriöse Händler kaufen Tickets in größeren Mengen und verkaufen diese dann teuer weiter.

Sängerin Adele surft auf der Erfolgswelle, der Hype um die Britin ist groß. Nicht zuletzt versuchen dubiose Tickethändler finanziell von der großen Nachfrage nach dem Superstar zu profitieren.

Bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart finden sich mehrere Angebote unter den Stichwörtern „Adele“ und „Tickets“ bei Google. Zum Beispiel auf der Webseite „adele-tickets.de“ sind Karten für die Konzerte erhältlich. Die Preise für eines der Konzerte in Hamburg beginnen bei 188 Euro für einen Sitzplatz auf dem Oberrang und enden bei sagenhaften 999 Euro für einen Platz im Innenraum. Der Haken: Die Originalpreise für die Tickets werden zwischen 65 und 149 Euro liegen.

Sieht seriös aus, doch der Veranstalter warnt vor dubiosen Ticketplattformen.
Sieht seriös aus, doch der Veranstalter warnt vor dubiosen Ticketplattformen. Foto: Screenshot/Adele-Tickets
 

Eine Erklärung für die gepfefferten Preisaufschläge wird bei dem Händler gleich mitgeliefert. Dort heißt es unter dem Stichwort „Preistransparenz für unsere Kunden“: „Wir bieten einen Ticketsuchservice an und besorgen Ihnen Ihre gewünschten Tickets nach Ihrem Auftrag zum angegeben Gesamtpreis. Dieser Gesamtpreis beinhaltet den Ticket-Originalpreis und unsere Dienstleistungsgebühr für die Besorgung der Tickets.“ Bei einer Karte der günstigsten Kategorie immerhin ein Aufschlag von 123 Euro, also knapp 200 Prozent.

Tickets für 999 Euro? Das kann selbst bei einem Superstar nicht mit rechten Dingen zugehen.
Tickets für 999 Euro? Das kann selbst bei einem Superstar nicht mit rechten Dingen zugehen. Foto: Screenshot/Adele-Tickets
 

Die Händler selbst haben also noch keine eigenen Karten. Der Käufer gibt dem Anbieter hier lediglich den Auftrag, Tickets zu besorgen. Ähnlich verfahren auch andere Anbieter wie zum Beispiel „Laola-Events“. Dort kostet die teuerste Karte 749 Euro.

Der offizielle Veranstalter MLK (Marek Lieberberg Konzertagentur) warnt seit Jahren vor dem Kauf von Tickets bei nicht autorisierten und dubiosen Ticketplattformen. Oftmals seien die Tickets sogar gefälscht und würden beim Einlass durch die Scanner als solche erkannt werden. Die Folge: Der Eintritt zum Konzert bliebe verwehrt. Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte der Veranstalter, es sei schwierig, diese unseriösen Machenschaften mit juristischen Mitteln Herr zu werden. Drittanbieter würden ihren Firmensitz permanent wechseln oder im Ausland sitzen.

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erstellt am 30.Nov.2015 | 09:52 Uhr

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