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Musik : Josephine zeichnet ein starkes «Portrait»

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Was neue, aufregende Talente angeht, so kann man England als Insel der Seligen bezeichnen. Hochkarätige Newcomer wie Michael Kiwanuka, Lianne La Havas oder die Sängerin Rumer haben in den letzten Jahren die Charts erobert, und die Kritiker begeistert.

shz.de von
erstellt am 31.Jul.2013 | 14:33 Uhr

Dies gilt auch für die Singer/Songwriterin Josephine, die von der britischen Presse bereits in den höchsten Tönen gelobt wurde. Ihr Debütalbum «Portrait» ist jetzt auch bei uns erschienen.

Gemeinsamer Referenzpunkt für die meisten Newcomer sind der Soul und Folk der 1960er Jahre, aber spannend wird es immer erst dann, wenn ein Künstler die Vorbilder hinter sich lässt und eine eigene Handschrift erkennen lässt. Dies ist bei Josephine definitiv der Fall. Die in Manchester geborene Tocher einer liberischen Mutter und eines jamaikanischen Vaters hat sich Zeit gelassen mit ihrer künstlerischen Entwicklung. 2002 brachte sie zum ersten Mal Songs heraus, 2008 folgte die EP «In The Labyrinth», die bereits aufhorchen ließ.

Mit «Portrait» legt die mittlerweile 30-Jährige mit der markanten, warmen Stimme ein abwechslungsreiches, starkes Debütalbum vor, das keinen Retro-Schablonen folgt, sondern seine musikalischen Mitteln gekonnt einsetzt. Josephine klingt einfach glaubwürdig, sie hat schon einiges erlebt, und deshalb ist der Titelsong auch inhaltlich spannend: Wer bin ich im Spiegelkabinett der Medien? Schön auch die Erinnerung an eine wilde Jugend in dem sehnsüchtigen Opener «When We Were Trespassers». Jeder der zehn Songs klingt anders, aber immer hört man eine erwachsene Frau, die mit großem Ernst, Leidenschaft und Inbrunst bei der Sache ist.

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