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Strafanzeige gegen Jan Delay : Heino: „Was sich dieser Herr herausnimmt, ist eine Unverschämtheit.“

vom

Jan Delay beschimpfte in einem Interview Schlagersänger Heino als „Nazi". Der weist die Anschuldigung weit von sich und erstattete Anzeige wegen Beleidigung. Ob Delay mit der Aktion seinem großen Traum, einem Auftritt in Wacken, näher gekommen ist, ist fraglich. Viele User äußern sich in den sozialen Medien kritisch über Delay.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 15:24 Uhr

Jan Delay ist ein Musiker, der die Menschen polarisiert. Das würde er garantiert auch auf dem Wacken-Festival, auf dem er unbedingt auftreten möchte. In diversen Interviews betont Delay (37) seinen Wunsch. Seine Liebe zu dem Rock-Festival hat er bereits in seinem Lied „Wacken“ festgehalten.

Ob Delay auf dem Festival nach seiner jüngsten Entgeisung willkommen wäre ist fraglich. Delay bezeichnete Schlagersänger Heino in einem Interview als "Nazi". Vielen User-Posts auf seiner Facebook-Seite nach kommt das bei den Menschen gar nicht gut an. Ein User schreibt zum Beispiel: „Jan Delay will nach Wacken: nach dem Heino-Bashing solltest du dir das gut überlegen. DU wirst dort massiv Probleme kriegen, wenn du aufkreuzt. Solche Denunziantenschweine wie du sind unerwünscht.  (...). Es wird eine Gruppe : ,Ganz Wacken gegen Jan Delay' geben."

Heino hat es dahin geschafft, wo Delay so verzweifelt hin möchte: Auf eine Wacken-Bühne. Zusammen mit Rammstein rockte der blonde Schlagersänger 2013 auf der Main-Stage und gab das Lied „Sonne“ zum Besten.

Heino hatte für sein Album „Mit freundlichen Grüßen“ bekannte deutsche Lieder gecovert. Mit dabei war auch „Liebes Lied“ von Delays ehemaliger Band „Beginner“. Darüber war Delay alles andere als begeistert. Während eines Interviews mit der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ darauf angesprochen, kam prompt diese Reaktion: „Das war wirklich schlimm. Wir haben extra nichts gesagt, weil wir ihm kein Forum geben wollten. Alle sagten plötzlich: Ist doch lustig, ist doch Heino. Nee, das ist ein Nazi. Das vergessen die meisten Leute, wenn die Leute über Heino reden. Der Typ hat in Südafrika während der Apartheid im Sun City gesungen. Und sein Repertoire: „Schwarzbraun ist die Haselnuß“, Soldatenlieder... Es ist schrecklich, wenn so jemand einen Song von dir singt.“

Heino wehrt sich mit Strafanzeige gegen den Nazi-Vorwurf. Sein Rechtsanwalt Ulrich Poser hat Anzeige wegen des Verdachtes der Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt. Poser sagte der Deutschen Presse Agentur (DPA): „Jemanden als Nazi zu bezeichnen, ist die gravierendste Ehrverletzung, die man sich in Deutschland vorstellen kann.“ Heino weist die Vorwürfe zurück. Der „Bild“-Zeitung sagte er: „Ich bin in meinem Leben ja schon viel beschimpft und beleidigt worden, aber was sich dieser Herr herausnimmt, ist eine Unverschämtheit.“

Der Deutschrapper, der mit seinem neuen Album „Hammer & Michel“ auf Platz eins der deutschen Charts steht, wollte auf Anfrage der DPA am Donnerstag keine Stellungnahme abgeben.

Die Meinungen über den Streit in den sozialen Medien gehen auseinander. Einige stimmen Delays Aussagen zu.

Thomas G. sieht es ähnlich:

Andere wiederum schlagen sich auf die Seite von Heino. Über Twitter und auf dessen Facebook-Seite unterstützen sie den Schlagersänger. Twitterer Peter Brugger schreibt:

Markus Schallers Tweet geht in die selbe Richtung:

Auf Facebook schreibt Manfred von Riemke: „Heino, du bist und bleibst der König der deutschen Volksmusik. Lasse dich nicht vom Zeitgeist verbiegen. Heino bleib gelassen und erhaben seitens der dummen Anschuldigungen von „Jan Delay". Denn wie heißt es so schön:  ,Was juckt es die deutsche Eiche, wenn die Wildsau sich dran reibt.' "

 

 

 

 

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