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Musik : Hanni El Khatib: Garagenrock für die Charts

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Für Amerikaner hört sich der Name Hanni El Khatib für einen künftigen Rockstar wohl, nun ja, einigermaßen exotisch an. Aber jeglicher Islamismus-Verdacht verfliegt, wenn man erstmal seine knochentrockene Mixtur aus Garagenrock, Punk, Blues und Soul hört.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 08:07 Uhr

Denn Hanni El Khatib stammt aus Kalifornien, wo er als Kind mit palästinensisch-philippinischen Wurzeln aufwuchs. Er war Skater in San Francisco und wandte sich erst vor wenigen Jahren so richtig der Musik zu. Dann aber auch richtig. Es folgten zwei Singles auf dem Kult-Label Innovative Leisure, danach das raue Debüt «Will The Guns Come Out» (2011). Und jetzt auf einem (Überraschung!) Major-Label die zweite Platte, die ihn - wenn nicht alles täuscht - in höhere Charts-Sphären katapultieren wird.

«Head In The Dirt» (Vertigo/Capitol) liegt stilistisch so kongenial zwischen Jack White, The Blacks Keys sowie den Neo-Garagenrockern Ty Segall und Mikal Cronin, dass man Berechnung vermuten könnte. Zumal das Album auch noch von Black-Keys-Frontmann Dan Auerbach in dessen Studio in Nashville produziert wurde. Aber hört man dann diese elf fulminanten Songs, ist jeder Widerstand zwecklos. Hanni El Khatib hat seine Vorbilder gut studiert, und aus diesem Studium hat er nur das Beste destilliert.

Sogar einen an The Clash erinnernden Dub-Reggae-Rocker wie «Nobody Move» nimmt man dem Sänger und Gitarristen aus dem US-Sonnenstaat ab. Beim anschließenden «Can't Win 'em All» und «Pay No Mind» sollten alle gut zuhören, die den beiden letzten Back-Keys-Alben zum weltweiten Siegeszug verholfen haben. «Ein Album aus purem Instinkt und Inspiration» wollte der Amerikaner mit dem fremd klingenden Namen machen. Und ja, das ist ihm gelungen. «Head In The Dirt» - eine Kopfnicker-Platte für Leute mit gutem Geschmack.

Website Hanni El Khatib

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