WM 2014 in Brasilien : Große Brüste und kleine Zwerge: WM-Songs aus aller Welt

Auch ProSieben-Moderator Stefan Raab beteiligt sich zur Fußball-WM 2014 mit einem Song. „Wir kommen, um ihn zu holen“ gibt es sogar in drei verschiedenen Versionen.
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Auch ProSieben-Moderator Stefan Raab beteiligt sich zur Fußball-WM 2014 mit einem Song. „Wir kommen, um ihn zu holen“ gibt es sogar in drei verschiedenen Versionen.

Die WM 2014 rückt immer näher – und da dürfen natürlich auch die WM-Songs nicht fehlen. Welches Land schickt wohl singende Zwerge ins Spiel? Wer versucht mit großen „Bällen“ zu punkten? Und welche Nation drückt Fußballspielern ein Mikro in die Hand?

shz.de von
03. Juni 2014, 20:06 Uhr

São Paulo | Der Countdown läuft: Nur noch neun Tage, bis in Brasilien die Fußball-WM 2014 startet. Natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder diverse WM-Songs – offizielle, nicht offizielle und solche, die es lieber nie gegeben hätte.

Was die letzte Kategorie angeht, hat Deutschland gleich zwei Exemplare zu bieten. Zumindest hagelt es für Dschungelkönigin Melanie Müller ordentlich Kritik im Netz. „Mein Gott, es geht nicht noch peinlicher, oder?“ oder „Da schämt man sich ja fast schon, die gleiche Nationalität zu haben“, kommentieren Youtube-Nutzer das Video zu „Deutschland schießt ein Tor!“.

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Aber auch Amateur-Pornostar Aische Pervers kann mit ihrem Song „Deutschschalalalaland“ bei den Usern nicht wirklich punkten.

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Ernster zu nehmende Beiträge kommen hingegen von der Band Loudstark aus Osdorf oder Mister Santos von der Hip-Hop-Gruppe Massive Töne. Letzterer wartet mit vielen prominenten Gesichtern in seinem Video zu „Das dicke, dicke Ding“ auf: Uschi Glas, Franz Beckenbauer, Joko Winterscheidt, Max Herre und Cro machen unter anderem mit.

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Auch ProSieben-Moderator Stefan Raab lässt sich nicht lumpen. 20 Jahre nach seinem Hit „Böörti Böörti Vogts“ kommt dieses Jahr „Wir kommen, um ihn zu holen“ auf den Markt. Dieser wurde sogar gleich in drei verschiedenen Versionen eingespielt: Es gibt eine Radio-Version mit vielen deutschen Klischees wie Würstchen, Bier und Gartenzwergen, eine sommerliche Raabinho-Samba-Version, passend zum WM-Gastgeberland Brasilien, und die Hardrock-Fans sollen bei der Raabstein-Version auf ihre Kosten kommen, angelehnt an die Band Rammstein.

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Ebenfalls aus Deutschland: Bellini mit „Samba do Brasil“. Wer sich nicht mehr erinnern kann – Bellini waren ein typisches One Hit Wonder der 90er Jahre. Ihr Hit „Samba de Janeiro“ schaffte es immerhin auf Platz zwei der offiziellen Single Charts und wurde für die diesjährige WM noch einmal neu aufgelegt.

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Auch wenn „Auf uns“ von Andreas Bourani ursprünglich nicht explizit für die WM geschrieben wurde, halten ihn viele doch für sehr geeignet. „Vielleicht WM-Song für Deutschland?“, „Wenn das nicht das Lied für die Fussball WM wird, dann weiss ich auch nicht“ oder „Das ist mein WM Hit.....passt einfach“ schreiben Youtube-User unter den Clip.

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Aus Deutschland kommt also reichlich musikalische Unterstützung. Wie sieht es in den anderen Fußballnationen aus? Unsere Nachbarn aus den Niederlanden bringen zum Beispiel ganz besondere Bälle ins Spiel. Das Video zu „2 Brazil“ der Vengaboys zeigt Brüste – und nichts als Brüste. Wem der Begriff Vengaboys nichts mehr sagt: Zwei Männer und zwei Frauen, die zusammen eine Eurodance-Band der 90er Jahre gründeten und mit Songs wie „Boom Boom Boom Boom“ oder „We're Going To Ibiza“ bekannt wurden.

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Noch ein Stück weiter links auf der Weltkarte landet man in England und auch dort soll die Nationalmannschaft durch Klänge und Gesänge unterstützt werden. Take-That-Sänger Gary Barlow hat sich dazu Fußballerlegende Gary Lineker ins Boot geholt sowie weitere Fußballspieler und Musikerinnen: Emma Bunton und Mel C. von den Spice Girls, Katy B oder Pixie Lott. Zusammen haben sie den Take-That-Song „Greatest Day“ neu aufgelegt, der dann zum offiziellen WM-Song der englischen Fußballnationalmannschaft wurde.

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Auch die englische Rockband Kaiser Chiefs hätte gerne den offiziellen Song gestellt – nun wollen sie „Coming Home“ immerhin zur inoffiziellen England-Hymne machen und wünschen sich, dass es gespielt wird, wenn ihre Nationalmannschaft den Pokal nach Hause bringt. 

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Von England aus geht es erneut weiter nach links auf der Karte. Aus Puerto Rico stammt Popsänger Ricky Martin, der für den WM-Song „Vida“ verantwortlich ist. 1998 hat er immerhin auch schon die Weltmeisterschafts-Hymne „La Copa De La Vida“ geschrieben.

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Und was ist eigentlich der offizielle Song für die Fußball-WM 2014 in Brasilien? Der kommt dieses Jahr von US-Sängerin Jennifer Lopez und US-Rapper Pitbull. Da ja aber Brasilien das Gastgeberland ist, werden die beiden von der einheimischen Sängerin Claudia Leitte unterstützt. Herausgekommen ist der Song „We Are One“.

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Aber ist das etwa schon alles, was das Gastgeberland Brasilien an WM-Songs zu bieten hat? Zumal die eigentlichen Stars des obigen Hits ja streng genommen aus den USA kommen. Fußball-Ikone Pelé dachte sich laut Nachrichtenagentur dpa jedenfalls: „Es muss auch einen brasilianischen Song geben“. Also fing er an einen zu schreiben. Den Namen des WM-Songs wollte der 73-Jährige allerdings nicht verraten, ein Video gibt es bislang auch nicht.

Ebenfalls ohne Bewegtbild kommen Carlos Santana (gebürtig in Mexiko), Wyclef Jean (in Haiti geboren), Avicii (DJ aus Schweden) und Alexandre Pires (Sänger aus Brasilien) daher. Sie alle sind auf dem offiziellen Album „One Love, One Rhythm“ der FIFA-Weltmeisterschaft 2014 vertreten – mit der offiziellen Hymne „Dar um Jeito (We Will Find a Way)“. Diese werden sie auch bei der Abschlussfeier am 13. Juli in Rio performen.

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