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Musik : Golden Suits erweitern den Brooklyn-Sound

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Zuwachs für die Intelligenz-Pop-Fraktion aus New York: Der Sound von Fred Nicolaus alias Golden Suits verweist auf die Indie-Darlings Grizzly Bear - und es gibt tatsächlich enge Verbindungen.

Denn Nicolaus war Mitglied von Department Of Eagles, einer Band, der auch Daniel Rossen (Grizzly Bear) zeitweise angehörte. Auf dem Mitte August erschienenen selbstbetitelten Golden-Suits-Debüt spielen nun mit Rossen, Chris Taylor und Christopher Bear drei der vier Grizzly-Bären mit. Alles klar soweit? Das Namenspuzzle beweist schonmal, in welchem Umfeld sich dieses neue Projekt bewegt: Golden Suits gehören musikalisch und personell zu den kreativen Neo-Folk-Bands, die in den vergangenen Jahren ein wichtiger Teil des angesagten Brooklyn-Sounds geworden sind.

Nicolaus hat mit «Golden Suits» (Yep Roc/Cargo) ein ruhiges, von Klavier, Akustikgitarren, Streichern und Chören dominiertes Album eingespielt. Die wuselige Hipster-Attitüde anderer Bands aus dem New Yorker Stadtteil fehlt hier weitgehend. Das hat Gründe: Eine Rattenplage in seinem Apartment, Liebeskummer, Geldsorgen und Eindrücke von einer Reise nach Berlin, auf den Spuren des deutschen Großvaters, der 1941 im Russland-Feldzug gestorben war. Also reichlich Stoff für die oft eher wehmütigen Lieder des Fred Nicolaus.

Man fühlt sich - neben den aktuellen Bezügen - an große Songwriter wie George Harrison, Paul Simon und vor allem Randy Newman erinnert (der ja auch mal ein Lied mit dem Titel «In Germany Before The War» geschrieben hat). Und wer noch das herrliche Debüt des US-Duos Musée Mécanique (2010) im Ohr hat, wird in leicht angeschrägten, nostalgischen Softrock-Songs wie «Wash It Away» oder «Dearly Beloved» einiges zu entdecken haben. Mit Golden Suits erweitert Nicolaus das Spektrum des schicken New Yorker Indiepop-Sounds - der Fan darf sich freuen.

Website Golden Suits

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erstellt am 22.Aug.2013 | 09:07 Uhr

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