zur Navigation springen

Musik : Cäthe lässt das Tier raus

vom

Da ist zunächst diese Stimme, die aufhorchen lässt, ein rauchiges, etwas heiser klingendes Organ, das auch mal lauter werden kann, kurz vorm Überschlagen.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2013 | 09:15 Uhr

Das ist Cäthes Stimme, und die hat Charakter, Timbre. Cäthe ist eine Singer/Songwriterin, die nicht alle Tage um die Ecke kommt.

Vor zwei Jahren brachte die Wahlhamburgerin ihr Debütalbum «Ich muss gar nichts» heraus, das viele für eins der besten Erstlingswerke einer deutschen Sängerin seit vielen Jahren halten. Ihr neues Album «Verschollenes Tier» rechtfertigt das Lob, das dieser Frau vorausgeht.

Seit 2005 lebt sie in Hamburg, hat sich eine Band aufgebaut, ein Netzwerk aus guten Musikern und Kollegen. Dies hört man der neuen Platte an, die nicht nur mit pointierten Lyrics überzeugt, sóndern auch musikalisch punkten kann.

In einem Artikel in der «Welt» wurde Cäthe bereits mit Janis Joplin oder Joni Mitchell verglichen. Muss gar nicht sein, die Frau ist sie selbst, authentisch, auch wenn dieses Wort nicht mehr viel zu bedueten scheint. Wenn Cäthe in dem wütenden-rockigen Song «Kleingeld» singt: ««doch Geld ist Scheiße»/auch gutes Geld frisst Seele auf», dann wirkt diese Zeile überhaupt nicht peinlich, und das ist schon toll.

Und ihre Bandbreite ist groß: vom melancholischen Liebeslied («Tabula Rasa») über eine kraftvolle Hymne («Alien») bis zum bitter-süßen Traumstück (Gelbe Kartons») über den November 1989 in der fernen DDR mit dem starken Refrain: «Stürz Dich mit mir in die See/ Durst ist schlimmer als Heimweh».

Festivaltermine: 03.08.2013 – Wilhelmshafen // Pumpwerk Open Air 09.08.2013 – Hamburg // Portland Open Air 10.09.2013 – Pfarrkirchen // Weko Rottauen Open Air

http://www.cäthe.com/

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen