Ausstand : Müll-Entsorger in Flensburg streiken

Tonnen werden vom Subunternehmen geholt. In Flensburg streikt Freitag früh der Entsorger Veolia. Foto: Staudt
Tonnen werden vom Subunternehmen geholt. In Flensburg streikt Freitag früh der Entsorger Veolia. Foto: Staudt

Freitag zwischen 6.30 Uhr und 9 Uhr wollen die Mitarbeiter des Entsorgers Veolia in den Warnstreik treten. Die Gewerkschaft Verdi hat zu dem Streik aufgerufen. Die Tonnen sollen von einem Subunternehmen abgeholt werden.

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03. April 2008, 05:22 Uhr

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat einen Warnstreik beim Entsorgungsunternehmen Veolia in Flensburg angekündigt. An diesem Freitag werde die Arbeit von 6.30 Uhr bis etwa 9 Uhr niedergelegt, teilte Verdi mit. Die Gewerkschaft fordert 180 Euro mehr im Monat, das entspricht durchschnittlich neun Prozent. Laut Verdi hatten sich die Parteien bereits auf einen neuen Haustarifvertrag geeinigt, der von Veolia aber wieder zurückgezogen wurde. Veolia betonte, es habe Missverständnisse bei dem Angebot gegeben. Das Unternehmen ist der größte private Entsorger in Europa, in Deutschland der zweitgrößte.
Der zwischen Verdi und Veolia bestehende Haustarifvertrag für Flensburg befinde sich seit 2005 in gekündigtem Zustand, sagte der für den Fachbereich Entsorgung zuständige Verdi-Vertreter Holger Buchholz. "Die Leute haben seit drei Jahren keine Einkommenserhöhung mehr gesehen. Sie wollen streiken." Er rechne mit rund 50 Streikenden unter den etwa 60 Flensburger Mitarbeitern. "Den Warnstreik sehen wir nicht gerne", sagte der technische Geschäftsführer von Veolia, Markus Neumann. Die für den kommenden Montag (7. April) geplanten Verhandlungen werde der Streik voraussichtlich nicht belasten.

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