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Joko, Klaas und Co. : Mit Videos gegen Fremdenhass: Die besten Statements

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Hetze gegen Flüchtlinge? Viele bekannte Gesichter wollen mit Videos ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. shz.de zeigt die prägnantesten Clips.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 15:45 Uhr

Die deutsche DFB-Elf: Gegen Gewalt und Fremdenhass

Schweinsteiger, Boateng, Gündogan, Özil und Kroos ziehen mit einer gemeinsamen Aktion Position gegen Ausländerfeindlichkeit und für Mitmenschlichkeit. Die Fußballkicker zeigen im Video Plakate, auf denen sie ihre Botschaft vermitteln. Darunter die Schlagworte Hilfsbereitschaft, Respekt, Weltoffenheit und Fairplay. Über 4000 Mal wurde der Clip bereits bei Facebook geteilt.

Joko und Klaas: #mundaufmachen

Joko und Klaas sind eigentlich für ihren Sarkasmus und Humor bekannt. Doch wenn es um Fremdenhass geht, verstehen die beiden Komiker keinen Spaß. Das wollten sie ganz klar formulieren und posteten unter dem Hashtag #mundaufmachen einen Clip, in dem sie Stellung bezogen. Damit sprachen sie insbesondere alle „Ich bin zwar kein Nazi aber...-Idioten, diplomierte Wahrheitskenner, Hobby-Provokateure und Intelligentflüchtlinge“ an. Im Netz schlug der Clip hohe Wellen. Bei Facebook zählt er mittlerweile über 90.000 „Gefällt mir“ - Angaben.

FC Schalke 04: #stehtauf

Auch Ex-Profi Kicker Gerald Asamoah setzt mit einem Video ein Zeichen gegen Fremdenhass. Seine ehemalige Mannschaft, der FC Schalke 04, stärkt ihm dabei den Rücken. Unter dem Hashtag #stehtauf appelliert der ehemalige Profi an den Verstand der Menschen: „Wenn man sagt, man ist ein Mensch, dann soll man sich ins Herz gehen und fragen: Ist es richtig, was ich denke und was ich tue?“ Neben ihm: der ehemalige Fußballspieler Hans Sarpei. Auf der Facebookseite vom FC Schalke 04 wurde das Video bereits über 16.000 Mal geteilt.

In der Fußball-Bundesliga sind Borussia Dortmund und Schalke 04 Gegner. Doch bei Fremdenfeindlichkeit teilen sie sich eine Meinung:

Oliver Pocher: Auf der Suche nach dem „rechten Pack“

Zu Oliver Pochers Königsdisziplin gehört es, Menschen auf verschiedenste Art und Weise vorzuführen. Das nehmen dem Unterhalter viele übel. Doch mit zwei Videos aus Heidenau erntet Pocher besonders viel Zustimmung. Darin ist er an der Seite des dunkelhäutigen Nanas zu sehen, der einen angeblichen Flüchtling spielt. Auf offener Straße konfrontiert Pocher Menschen mit der Flüchtlingssituation. Er sucht das „rechte Pack“, das er in der „Packstation“ vermutet oder im Hotel Reichskrone. Manche „Experten“ laufen ihm sogar freiwillig in die Arme. Bei Youtube wurde das Video bereits über 500.000 Mal aufgerufen.

Der erste Teil:

Der zweite Teil:

Oliver Kalkofe: „Gewalt war schon immer die Sprache der Dummen“

Auch Oliver Kalkofe positioniert sich mit seinem Clip gegen Fremdenhass und findet dabei klare Worte. Dabei nimmt sich der Komiker selbst auf den Arm: „Ich bin Oliver Kalkofe, einer dieser mediengeilen Z-Promis, die für ein bisschen Aufmerksamkeit absolut alles tun.“ Mit seinen weiteren Worten bringt er es dann aber ziemlich deutlich auf den Punkt: Fremdenfeindliche Menschen beschimpft er als „parolengrölende Vollidioten“ und die, die Flüchtlingsheime anzünden, tituliert er als die „dümmsten Schweine, die gerade bei uns rumlaufen“. Das sei einfach „abartig, widerwärtig, kriminell und beschämend“. In fast sieben Minuten fasst Kalkofe beachtlich gut zusammen, was in Deutschland schief läuft.

Anja Reschke: „Dagegen halten - Mund aufmachen“

Im Tagesthemen-Kommentar redete die Moderatorin Anja Reschke Klartext: Sie kritisierte die zunehmende rassistische Hetze gegen Flüchtlinge im Internet und forderte Widerstand. Es könne so nicht weitergehen, sagte Reschke empört: „Die Hassschreiber müssen kapieren, dass das die Gesellschaft nicht toleriert.“ Sie müssten an den Pranger gestellt werden. Reschkes Video erhielt zahlreichen Zuspruch. Über neun Millionen Aufrufe zählt das Video bei Facebook, über 200.000 Mal wurde es geteilt.

Torsten Albig: „Tür aufmachen und die Hand reichen“

Mit der gemeinsamen Aktion „Stimmen des Nordens“ wollen Prominente zum Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit aufrufen. Darunter auch Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Torsten Albig. Er sei stolz, auf die Leute, die helfen, schäme sich aber zugleich für den „blanken Rassismus“ und für die, vor denen man schon wieder Angst haben müsse.

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