Kiel : Ministergehälter werden gekürzt

Insgesamt werden die Ministergehälter Albig zufolge je nach konkreter Situation des einzelnen Politikers brutto zwischen etwa 6,5 und 13 Prozent gekürzt. Foto: dpa
Insgesamt werden die Ministergehälter Albig zufolge je nach konkreter Situation des einzelnen Politikers brutto zwischen etwa 6,5 und 13 Prozent gekürzt. Foto: dpa

Die Minister der neuen Kieler Landesregierung werden weniger Geld verdienen als ihre Vorgänger. "Wir nehmen eine spürbare Senkung bei den Gehältern vor", sagte Ministerpräsident Albig.

shz.de von
21. Juni 2012, 12:16 Uhr

Kiel | "Bei mir persönlich sind das künftig mit dann brutto etwa 13.500 Euro rund 2100 Euro weniger als aktuell. Man kann nicht von seinen Mitarbeitern in den nächsten Jahren viel verlangen und selber gar nichts beitragen", so Albig (SPD). Der Ministerpräsident verdient damit künftig weniger als die Fraktionsvorsitzenden im schleswig-holsteinischen Landtag.
Insgesamt werden die Ministergehälter Albig zufolge je nach konkreter Situation des einzelnen Politikers brutto zwischen etwa 6,5 und 13 Prozent gekürzt. Die Details sollen nächste Woche bekanntgegeben werden. Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) wird dazu am Dienstag einen Vorschlag ins Kabinett einbringen. Die steuerfreien Aufwandspauschalen sollen komplett wegfallen. Deutlich weniger Geld sollen künftig Kabinettsmitglieder bekommen, die auch Landtagsabgeordnete sind. Derzeit trifft das jedoch nur auf Albig zu.
In Zukunft sollen die Minister auch mit Dienstwagen fahren, die weniger Kraftstoff verbrauchen und weniger CO2 ausstoßen. In der nächsten Woche rollen allerdings noch Wagen an, die von der Vorgängerregierung bestellt wurden. "Die können wir ja nicht zurückschicken", sagte Albig. "Aber die nächste Bestellung wird auf jeden Fall deutlich umweltfreundlicher ausfallen."

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