Ferieninsel Lombok : Mindestens zehn Tote bei erneutem Erdbeben in Indonesien

Beim heftigen Erdbeben Anfang August gab es viele Todesopfer (Foto). Nachbeben sorgten nun für zehn weitere Tote. Foto: dpa/Fauzy Chaniago/AP
Beim heftigen Erdbeben Anfang August gab es viele Todesopfer (Foto). Nachbeben sorgten nun für zehn weitere Tote. Foto: dpa/Fauzy Chaniago/AP

Die Aufräumarbeiten nach dem schweren Beben vom 5. August laufen noch, da kam es am Sonntag auf Lombok zu neuen Beben.

shz.de von
20. August 2018, 07:37 Uhr

Jakarta | Bei den jüngsten Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok und der Nachbarinsel Sumbawa sind am Sonntag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Nach einer neuen Bilanz der nationalen Katastrophenschutzbehörde von Montag wurden mindestens 24 Menschen verletzt. Zudem stürzten durch das Beben am Abend mehrere Gebäude ein. Auf Lombok fiel der Strom nahezu komplett aus. Mehr als 400.000 Inselbewohner sind obdachlos. Bis Montag mittag (Ortszeit) gab es mehr als hundert Nachbeben.

Lombok – die Nachbarinsel von Bali – wird seit Ende Juli immer wieder von teils heftigen Erdstößen erschüttert. Am Sonntag gab es abermals zwei schwere Beben – morgens eines der Stärke 6,5, abends ein noch schlimmeres der Stärke 6,9. So stark war auch das Beben, bei dem vor zwei Wochen mindestens 460 Menschen ums Leben kamen.

Dass die Opferzahl dieses Mal geringer ausfiel, liegt daran, dass das Beben weiter entfernt von Lombok war und tiefer im Meer. Das Zentrum lag nach Berechnungen der US-Erdbebenwarte in einer Tiefe von 20 Kilometern und etwa 60 Kilometer nordöstlich der Inselhauptstadt Mataram. Zudem halten sich inzwischen viele Inselbewohner im Freien auf, so dass sie kaum von Trümmern getroffen werden können.

Nach dem Beben am 5. August waren mindestens 460 Menschen getötet und rund 7800 verletzt worden. Mehr als 417.000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. Der Schaden dieses Bebens, das wie der jüngste Erdstoß eine Stärke von 6,9 hatte, übersteigt nach Schätzungen der Behörde voraussichtlich einen Betrag von 500 Millionen US-Dollar (rund 437 Millionen Euro).

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen