Kanzlerin begrüßt Festnahme : Merkel: „Abscheulicher Mord, der ganz Deutschland berührt“

Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich erstmals zum Mordfall Susanna. Foto: picture alliance / Peter Kneffel/dpa
Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich erstmals zum Mordfall Susanna. Foto: picture alliance / Peter Kneffel/dpa

Die Bundesklanzlerin hat sich am Rande des G7-Gipfels zum Mordfall Susanna geäußert und hofft auf schnelle Aufklärung.

shz.de von
09. Juni 2018, 18:53 Uhr

La Malbaie | Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Festnahme des Tatverdächtigen im Mordfall Susanna im Nordirak und die Rückführung nach Deutschland begrüßt. „Das unfassbare Leid, dass der Familie und dem Opfer widerfahren ist, bewegt jeden und erfasst auch mich“, sagte sie am Samstag am Rande des G7-Gipfels im kanadischen La Malbaie. Sie sprach von einem „abscheulichen Mord“ und plädierte für eine entschiedene Ahndung solcher Straftaten. Wenn die Tat bewiesen sei, müsse die Justiz „mit aller Klarheit ein Urteil sprechen“.

Der irakische Tatverdächtige Ali B. hatte sich in den Nordirak abgesetzt, war dort in der Nacht zum Freitag von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen worden und wurde nach Deutschland ausgeflogen. Der 20-Jährige steht im Verdacht, die am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefundene Susanna F. in der Nacht vom 22. auf 23. Mai vergewaltigt und anschließend durch Gewalt gegen den Hals getötet zu haben.

Merkel wertete den Fall als Aufforderung an alle, Integration ernst zu nehmen und für gemeinsame Werte einzustehen. „Wir können nur zusammenleben, wenn wir uns gemeinsam an unsere Gesetze halten“, sagte sie.

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