zur Navigation springen

Kriegsverbrechen in Syrien : Menschenrechtler: „Assad setzt Chlorgas gegen Bevölkerung ein“

vom

Augenzeugen berichten Amnesty International von Giftgaseinsätzen des syrischen Regimes.

Damaskus | Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sieht Belege für den Einsatz von Chlorgas bei Luftangriffen des syrischen Regimes. Augenzeugen hätten vom entsetzlichen Tod der sechsköpfigen Familie Talib berichtet, unter ihnen drei kleine Kinder im Alter unter drei Jahren, erklärte Amnesty am Dienstag.

Hubschrauber der Luftwaffe warfen demnach am späten Montagabend über dem Ort Sarmin und einem Nachbargebiet im Nordwesten Syriens vier Bomben mit Chlorgas ab, dem rund 100 Menschen ausgesetzt waren. Eine kleine Gruppe von Kämpfern der gemäßigten Rebellengruppe Freie Syrische Armee sei verletzt worden.

Ein Arzt habe von typischen Symptomen eines Chemiewaffeneinsatzes berichtet, erklärten die Menschenrechtler weiter. Der Angriff sei ein weiterer Beleg dafür, dass syrische Regierungskräfte ungestraft „Kriegsverbrechen“ begingen. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag müsse sich dringend mit der Situation in Syrien befassen.

Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Aktivsten hatten berichtet, die Luftwaffe habe Sarmin mit Giftgas angegriffen. Sechs Menschen seien gestorben. Ein Regierungsvertreter wies dagegen generell die Anschuldigung zurück, die Armee setze Chlorgas ein.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Mär.2015 | 20:07 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen