zur Navigation springen

Geburtstagslied vor Gericht : Melodie für Millionen: Warner knickt bei „Happy Birthday” ein

vom
Aus der Onlineredaktion

Glaubt man den Berichten aus den USA, wird eines der bekanntesten Lieder demnächst gemeinfrei sein.

Los Angeles | Nach jahrelangem Gerichtsstreit könnte das weltbekannte Geburtstagslied „Happy Birthday“ bald rechtefrei sein. Der Musikgigant Warner wolle seine Rechte an dem Song aufgeben und 14 Millionen Dollar (etwa 12,4 Millionen Euro) zurückzahlen, berichteten US-Medien am Dienstag unter Berufung auf Gerichtsakten. Ein Richter müsse der Einigung aber noch zustimmen. Eine Gruppe Dokumentarfilmer hatte gegen Warner geklagt.

Bis zum September 2015 galt „Happy Birthday to You“ beinahe weltweit als urheberrechtlich geschützt. Die Schutzfrist endet in den meisten Ländern 70 Jahre nach dem Tod des Schöpfers eines Werkes.

Der Musikgigant hatte an „Happy Birthday“, das zu den bekanntesten Liedern der Welt zählt und in praktisch allen Kulturkreisen gesungen wird, Schätzungen zufolge rund zwei Millionen Dollar Lizenzgebühren pro Jahr verdient.

Komponiert hatte das Lied 1893 die Musikerin Mildred Hill aus dem US-Bundesstaat Kentucky gemeinsam mit ihrer Schwester, der Kindergärtnerin Patty. Es hieß ursprünglich „Good Morning to You“ und war ein Lied für kleine Kinder. Der Geburtstagstext entstand erst später.

Seit Jahrzehnten beanspruchten Musikverlage die Rechte an dem Song. Privat durfte das Lied zwar jeder singen, aber bei einer kommerziellen Nutzung, etwa in Filmen oder auf elektronischen Grußkarten, klingelten bei Warner/Chappell Music die Kassen. Warner hatte die Rechte an dem Lied 1988 erworben. Am 22. September 2015 entschied ein Gericht in Los Angeles, dass der Konzern in den USA keine Rechte am Liedtext besitze.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Feb.2016 | 16:27 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen