Trendwende : Mehr Jugendliche beginnen Ausbildung – Starkes Plus bei Flüchtlingen

Im BMW-Werk in Leipzig werden neue Azubis angelernt. Bürojobs sind bei vielen Jugendlichen jedoch beliebter. Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch
Im BMW-Werk in Leipzig werden neue Azubis angelernt. Bürojobs sind bei vielen Jugendlichen jedoch beliebter. Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch

Lange hat die Wirtschaft über mangelnden Nachwuchs geklagt. Nun gibt es erstmals seit 2011 wieder mehr Auszubildende.

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15. August 2018, 09:05 Uhr

Wiesbaden | Erstmals seit 2011 haben wieder mehr Jugendliche eine Ausbildung begonnen. Im vergangenen Jahr schlossen insgesamt 515.700 junge Menschen einen neuen Lehrvertrag ab, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg ist allein darauf zurückzuführen, dass mehr junge Männer eine Ausbildung begannen (plus 3,7 Prozent). Einen besonders starken Zuwachs gab bei ausländischen Berufsanfängern (plus 36,2 Prozent). Frauen schlossen dagegen insgesamt weniger Lehrverträge neu ab (minus 2,9 Prozent).

Bei Männern aus den Asylherkunftsländern Afghanistan und Syrien hat sich die Zahl der Neuabschlüsse von 3000 im Jahr 2016 auf 10.000 im Jahr darauf mehr als verdreifacht. Frauen, die aus diesen beiden Ländern stammen, schlossen 820 neue Lehrverträge ab – 380 mehr als im Jahr zuvor.

Erneut war bei Berufsanfängern insgesamt die Lehre im Einzelhandel mit 28.500 Verträgen am beliebtesten. Es folgten Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer, Kraftfahrzeugmechatroniker sowie Industriekaufleute. Knapp ein Viertel aller neu abgeschlossenen Verträge konzentrierte sich den Angaben zufolge auf diese fünf häufigsten Ausbildungsberufe.

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