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Ende der TV-Karriere : Mehr als „Maschen-Draht-Zaun“: Die besten TV-Momente mit Stefan Raab

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Nach 16 Jahren beendet das Multitalent seine Karriere. shz.de nimmt Abschied - mit Videos.

shz.de von
erstellt am 18.Jun.2015 | 15:46 Uhr

Mit Stefan Raabs Abschied geht eine TV-Ära zu Ende: Ob das TV Total Turmspringen, die Stock Car Crash Challenge, Poker-Nächte, TV- Duelle, Schlag den Raab oder der Bundesvision Song Contest - die Liste der Sendungen, die Raab aus der Wiege hob, ist lang. shz.de zeigt die lustigsten Momente seiner Karriere.

„Vivasion“ - Raabs Durchbruch

Vor seiner Zeit bei TV Total hatte Raab seine eigene Comedy-Sendung „Vivasion“ auf dem Musiksender Viva. Von 1993 bis 1998 lud der Komiker zahlreiche Studiogäste ein, die immer auf Kinderstühlen Platz nehmen mussten. Die ganze Kulisse war schrill, bunt und außergewöhnlich. Viele Elemente wurden in seine spätere Sendung TV Total übertragen, so zum Beispiel auch das „Raabigramm“.

„Raabigramm“

Wenn wir an Raab und Musik denken, dann darf natürlich nicht seine Ukulele vergessen werden. Zu jeder Zeit hatte Raab immer ein kleines Acapella-Ständchen mit lustigen Songtexten parat, so wie beim Interview mit Will Smith.

„Hier kommt die Maus“

1996 erhielt Raab für seinen Song „Hier kommt die Maus“ die Goldene Schallplatte. Das Lied schrieb er damals anlässlich des 25. Geburtstags der „Sendung mit der Maus“.

Der Maschen-Draht-Zaun

Stefan Raab ist ein wahres Multitalent - auch musikalisch hat er so einiges auf dem Kasten. 1999 produzierte er mit den „Ö La Palöma Boys“ den Song „Ö la Palöma Blanca“, deren Melodie uns heute noch in den Ohren liegt. Der Song erwies sich als echter Hit und stürmte sofort die Charts. So auch sein nächster Song „Maschen-Draht-Zaun“, der sogar Platz eins der Charts erreichte. Raab machte sich über einen Nachbarschaftsstreit lustig, der in einer Gerichtsshow ausgestrahlt wurde. Damals regte sich eine Hausfrau darüber auf, dass der Maschendrahtzahn ihres Nachbarn ihren Knallerbsenstrauch beschädigen würde. Für Raab die perfekte Grundlage für einen neuen Gag.

„Wadde Hadde dudde da“

Im Jahr 2000 stellte sich das Musik-Talent dann einer neuen Herausforderung und nahm mit seinem selbst geschriebenen Song „Wadde Hadde dudde da“ am Eurovision Song Contest teil, bei dem er Platz fünf erreichte. In den darauffolgenden Jahren produzierte er unter anderem noch die Songs „Wir kiffen“ oder „Ho mir mal ne Flasche Bier“, in welchem er den Originalton von Gerhard Schröder immer wieder einspielte.

Stefan Raab läutet den ESC 2011 ein

Die Eröffnungsshow des Eurovision Song Contests 2011 konnte sich sehen lassen. Stefan Raab gab richtig Gas und performte den Hit „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut mit einer Big Band auf der Bühne. Die Zuschauer waren begeistert.

Der „Raabinator“

Auch sportlich gesehen möchte man sich nicht unbedingt mit dem „Raabinator“ anlegen. Trotzdem bekommt man in seiner Show „Schlag den Raab“ die Chance, sich dem außergewöhnlichen Ehrgeiz des Multitalents zu stellen. Sogar eine Verletzung an der Hand hielt ihn nicht davon ab, es gegen seinen Rivalen aufzunehmen (Schlag den Raab mit Links). In einer Sendung spielte er sogar nach einem Fahrradsturz weiter, obwohl er sich dabei eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. In den Jahren 2001 und 2007 trat er in zwei Boxwettkämpfen gegen die Sportlerin Regina Halmich an. Zwar verlor er beide Kämpfe, doch hatte sich Raab seinem Namen wieder alle Ehre gemacht. 

2001: Vor dem ersten Match gegen Regina Halmich stellen sich die beiden Rivalen auf die Waage.
2001: Vor dem ersten Match gegen Regina Halmich stellen sich die beiden Rivalen auf die Waage. Foto: imago/Horst Galuschka

Extremsport

Raab bei einem Sprung ins kühle Nass in der Olympia-Schwimmhalle in München.
Raab bei einem Sprung ins kühle Nass in der Olympia-Schwimmhalle in München. Foto: imago/Plusphoto

Auch wenn sie beim TV total Turmspringen nie gewannen, gaben Stefan Raab und sein Springpartner Elton keine schlechte Figur ab, wenn sie sich Hals über Kopf ins Wasser stürzten. Raab kroch dabei nicht selten mit ziemlich roten Stellen am Körper aus dem Wasser. Bei seiner sportlichen Karriere weiß man gar nicht recht, wo man weitermachen soll: Wok-WM, Stockcar Crash Challenge oder Autofußball? Stefan Raabs Sendungen sind zahlreich und zugleich einzigartig.

„Raab in Gefahr“

Kennen Sie noch „Raab in Gefahr?“ Wie der Name schon verrät, war sich Stefan Raab in diesen TV-Spots für nichts zu schade. Ob beim American Football, beim Skispringen, Gleitschirmfliegen oder beim Skaten mit Tony Hawk. Er machte alles mit, um für gute Unterhaltung zu sorgen. In dem bekanntesten Video aus „Raab in Gefahr“ veräppelte der Comedy Star Kunden am Drive-In Schalter bei Mc Donald's.

TV Total Gags

Stefan Raab und sein „Nippelboard“.
Stefan Raab und sein „Nippelboard“. Foto: Imago/teutopress

Entweder rutscht Raab bei seiner Sendung das Geländer herunter und stoppt die Zeit oder trainiert sein Publikum darauf, bei einer bestimmten Gestik oder Mimik mit dem Klatschen aufzuhören. Raab lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen. Doch am besten bewährte sich das Einspielen von TV-Ausschnitten in jeder TV Total Sendung, über die er sich lustig machte. Oft wurden diese Einspieler auch auf sein „Nippelboard“ übertragen, die er– immer wenn es gut passte – während der Sendung einspielte.

Seine braune Couch bei TV Total war ein echter Hingucker. Wenn er seine Gäste abholte, flitze das Sofa samt Untergrund zur Treppe hinüber, ohne dass sich Raab bewegen musste. Besonders unterhaltsam waren außerdem die ziemlich aggressiven Diskussionen des alten Ehepaares Ingrid und Klaus.

Egal was Raab anfasste: Es erreichte Kultstatus. In 16 Jahren hat er TV-Geschichte geschrieben - diese Lücke zu füllen wird schwer.

 
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