Der Jüngste der Wundertruppe : Weltmeister 1954: Horst Eckel wird 80

Der 'Windhund' und das Wunder von Bern: Horst Eckel wird 80. Foto: dpa
Der "Windhund" und das Wunder von Bern: Horst Eckel wird 80. Foto: dpa

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07. Februar 2012, 11:38 Uhr

Horst Eckel, einer der "Helden von Bern" wird morgen 80 Jahre alt. Der rüstige Jubilar leistete 1954 mit 22 Jahren als "Benjamin" der deutschen Mannschaft einen großen Beitrag zum ersten deutschen WM-Triumph, dem "Wunder von Bern." Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ehrt den Weltmeister von 1954 am Mittwoch zu seinem 80. Geburtstag mit einem Empfang in Kaiserslautern.
Im Endspiel 1954 hatte der "Windhund", wie er wegen seiner schlanken Statur genannt wurde, den ungarischen Star Nandór Hidegkuti ausgeschaltet, der damals einer der besten Fußballer der Welt war. Als einziger Spieler neben seinem Kapitän Fritz Walter absolvierte er alle sechs Partien über 90 Minuten. Eckel gehört neben Hans Schäfer und Ottmar Walter zu den drei letzten noch lebenden Spielern der deutschen Weltmeisterelf, die 1954 im Endspiel auf dem Platz stand. Seine Tennis-Passion hat er wegen seiner Knieoperation vor einem Jahr aber unterbrechen müssen.
Gelungene zweite Karriere
Viele seiner Teamkameraden konnten nach ihrer Laufbahn als Fußballer nicht so recht Fuß fassen im "wahren" Leben. Dem bescheidenen Eckel gelang auch dieser Spagat. Nach seiner Karriere als Fußballer wurde der gelernte Werkzeugmacher Realschullehrer- und blieb es bis zu seiner Pensionierung. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes unterstützte die Stadt Kaiserslautern bei der Bewerbung um die WM 2006 und diente als Ratgeber für Sönke Wortmanns Film "Wunder von Bern." 2004, zum 50. Jubiläum des Endspieles in Bern, kam sein Buch (Titel: Die 84. Minute) über die Erlebnisse im Wankdorfstadion und die Auswirkungen für den vom Stürmer zum Verteidiger umgeschulten Jungspund im Team von "Chef" Herberger auf den Markt.

Auf den "Betzenberg" des 1.FC Kaiserslautern wechselte der Pfälzer 1949, initiiert vom DFB-Ehrenspielführer Fritz Walter. Mit den roten Teufeln holte er zwei deutsche Meistertitel unter anderem mit Fritz und auch Ottmar Walter, der neben Hans Schäfer und Eckel zu den letzten drei lebenden Spielern des 54er Triumphs zählt. Noch heute ist Horst Eckel für den guten Zweck unterwegs. Er engagiert er sich als Botschafter für die Sepp Herberger Stiftung und die "Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus."
DFB-Präsident Theo Zwanziger und sein designierter Nachfolger Wolfgang Niersbach werden an Eckels Ehrentag unter den 200 der erwarteten Gäste sein.

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