Israelisch-palästinensisches Versöhnungsorchester : Viel Applaus für Strardirigent Barenboim und Orchester in Berlin

Daniel Barenboim und sein Orchester gaben in Berlin ein Konzert. Foto: dpa
Daniel Barenboim und sein Orchester gaben in Berlin ein Konzert. Foto: dpa

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22. August 2011, 11:09 Uhr

Stardirigent Daniel Barenboim und sein israelisch-palästinensisches Versöhnungsorchester haben bei einem Benefizkonzert in Berlin Bravo-Rufe und begeisterten Applaus geerntet. Rund 20.000 Menschen hörten am Sonntagabend bei milden Temperaturen in der Waldbühne Beethovens 8. und 9. Symphonie.
Christian Wulff und Ehefrau standen als erstes auf und applaudierten

Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina gehörten zu den ersten, die nach der abschließenden "Ode an die Freude" aufstanden, um im Stehen Applaus zu klatschen. Das Konzert war Teil einer Welttournee, bei der Barenboim und sein West-Eastern Divan Orchestra am vergangenen Montag auch an der Grenze Südkoreas zum kommunistischen Norden ein Freiluftkonzert gaben. Beethovens "universelle Musik", wie der Dirigent sagt, steht dabei im Mittelpunkt. In der kommenden Woche soll in Köln eine Aufnahme aller Beethoven-Symphonien folgen.
Friedlicher Einsatz: Musiker aus Israel, Palästina und aus anderen Nahost-Staaten spielen gemeinsam
Dem 1999 gegründeten West-Eastern Divan Orchestra gehören Musiker aus Israel, Palästina und anderen Staaten des Nahen Ostens an. Sie setzen sich mit Barenboim für einen friedlichen Dialog der verfeindeten Nahost-Parteien ein.
Für das Konzert in Berlin hatte der 68-Jährige die berühmten Solisten Waltraud Meier, Anja Harteros, Peter Seiffert und René Pape gewonnen. Sie traten wie die Orchestermusiker und der Staatsopernchor ohne Gage auf. Mit dem Erlös sollen Stipendien für junge Musiker aus Israel und Palästina finanziert werden.

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