Royale Finanzen : Spanisches Königshaus veröffentlicht Einkünfte

Der spanische König Juan Carlos bei seiner Weihnachtsansprache. Foto: Angel Diaz
Der spanische König Juan Carlos bei seiner Weihnachtsansprache. Foto: Angel Diaz

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29. Dezember 2011, 12:14 Uhr

König Juan Carlos von Spanien hat in diesem Jahr erstmals seine Finanzen offengelegt und somit vielen seiner Untertanen die Frage beantwortet, was die königliche Familie eigentlich verdient. Demnach erhielt Juan Carlos 2011 Einnahmen vor Steuern in Höhe von knapp 293 000 Euro.
Alfonso Sanz Portolés, Generalsekretär des Königshauses, gab am gestrigen Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Zarzuela-Palast bekannt, dass von diesem Betrag 152 233 Euro für Repräsentationskosten vorgesehen sind. Der spanische Staat hatte dem Königshaus für das laufende Jahr 8,43 Millionen Euro zugewiesen, etwa 5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Kronprinz Felipe erhält den Angaben nach aus dem diesjährigen königlichen Haushalt 146 376 Euro. Königin Sofía, Felipes Frau Prinzessin Letizia und seine Schwestern Elena und Cristina wurden Repräsentationskosten in Höhe von insgesamt 375 000 Euro zugewiesen. Der König selbst darf über die Höhe der Beträge und die Verteilung der Gelder unter den betroffenen Mitgliedern der Königsfamilie frei entscheiden.
Das spanische Königshaus beteuerte während der Konferenz, dass der umstrittene Ehemann der Monarchentochter Cristina, der Ex-Handballstar Iñaki Urdangarín, niemals Mittel aus dem Königsetat bezogen habe. Die spanische Sonderstaatsanwalt für Korruptionsdelikte ermittelt derzeit gegen den Schwiegersohn von Juan Carlos. Er steht im Verdacht, in den Jahren 2004-2006 öffentliche Gelder in Millionenhöhe der Regionalregierungen der Balearen und Valencias veruntreut zu haben.
Nur aufgrund dieser Ermittlungen entschied sich König Juan Carlos dazu künftig finanziell Rechenschaft abzulegen. Als Monarch liegt ihm das Ansehen des Königshauses überaus am Herzen und gerade deswegen beschloss er am 12. Dezember seinen Schwiegersohn und dessen Frau bis auf weiteres von den offiziellen Aktivitäten der Königsfamilie auszuschließen.

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