Tod mit 88 Jahren : Schauspieler Jackie Cooper ist gestorben

Jackie Cooper im Jahr 1974 und als Kind im Jahr 1931. Foto: dpa
Jackie Cooper im Jahr 1974 und als Kind im Jahr 1931. Foto: dpa

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05. Mai 2011, 10:39 Uhr

Mit neun Jahren war Jackie Cooper berühmt: 1931 hatte der amerikanische Kinderstar als jüngster Schauspieler eine Oscar-Nominierung erhalten. Mit 88 Jahren starb der Darsteller am Dienstag nach kurzer Krankheit in Los Angeles, berichtete die US-Zeitschrift "People" unter Berufung auf Coopers Manager Ronnie Lief.
Cooper wurde für die Rolle im Film "Skippy" für den Oscar nominiert
Die Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller holte Cooper mit dem Film "Skippy", der von seinem Onkel, Norman Taurog, inszeniert wurde. Nur der achtjährige Justin Henry war jünger, als er 1980 für den Film "Kramer gegen Kramer" für einen Oscar nominiert wurde. Allerdings spielte er eine Nebenrolle, während Cooper als bester Hauptdarsteller angetreten war.
Mit sechs Jahren schon vor der Kamera
Bereits mit sechs Jahren stand Cooper in Hollywood vor der Kamera. Er drehte Filme wie "Die kleinen Strolche", "Der Champ" und "Die Schatzinsel". Als Erwachsener spielte er ab 1978 an der Seite von Christopher Reeve in vier "Superman"-Filmen mit. Er schlüpfte in die Rolle des jähzornigen Verlegers Perry White. Später arbeitete Cooper auch als TV-Regisseur. Seine Sternenplakette auf Hollywoods "Walk of Fame" wurde am Mittwoch mit Blumen geschmückt.
Er war "Americas Boy" und ein Kinderstar
Vom Studio MGM wurde der blonde Junge als "Americas Boy" zum Kinderstar aufgebaut. Es gab einen Fan-Club und viele öffentliche Auftritte. Cooper traf den damaligen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und den Flugpionier Charles Lindbergh. Mit 13 Jahren freundete er sich mit der jungen Judy Garland an. Mit 17 Jahren ging er mit der älteren Joan Crawford aus, schrieb die "Los Angeles Times" in ihrem Nachruf.
Als Kinderstar hatte er keine normale Kindheit
Als Kinderstar wurde sein Leben aber auch stark von dem Studio kontrolliert. Aus Sorge vor Verletzungen durfte er nicht Fahrrad fahren oder alleine auf die Straße gehen. Seinen 1981 erschienenen Memoiren gab Cooper den Titel "Please Dont Shoot My Dog" ("Bitte erschieß nicht meinen Hund"). Damit sprach er einen traumatischen Vorfall bei den Dreharbeiten zu dem Film "Skippy" an. Regisseur Norman Taurog wollte den Jungen für eine Szene zu Tränen rühren. Er drohte zum Schein damit, dass man ihm seinen kleinen Hund wegnehmen würde. Cooper brach in echte Tränen aus, weil er glaubte, sein Hund sei getötet worden.

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