TV-Tipp : Polizeiruf 110: Der Fall Sikorska

Die Kommissare Olga Lenski (Maria Simon) und Adam Raczek (Lucas Gregorowicz, r) stoßen bei ihren Recherchen auf einen alten Fall. Es geht um den Tod eines Au-pair-Mädchens im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Polen. /rbb/ARD
Die Kommissare Olga Lenski (Maria Simon) und Adam Raczek (Lucas Gregorowicz, r) stoßen bei ihren Recherchen auf einen alten Fall. Es geht um den Tod eines Au-pair-Mädchens im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Polen. /rbb/ARD

Vor 15 Jahren verschwindet eine junge Frau. Bis heute ist sie unauffindbar. Der Tod eines Au-pair-Mädchens im deutsch-polnischen Grenzgebiet rollt im «Polizeiruf 110» den alten Fall wieder auf.

shz.de von
25. November 2018, 00:01 Uhr

Ein Au-pair-Mädchen kehrt von einem Ausflug an seinem freien Nachmittag nicht mehr zurück. Ein Suchtrupp auf dem Oder-Fluss im deutsch-polnischen Grenzgebiet bringt Gewissheit: Die 19-Jährige ist tot.

In der Familie, bei der sie lebte, stoßen die «Polizeiruf 110»-Kommissare Olga Lenski (Maria Simon) und Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) auf Ungereimtheiten. Plötzlich haben sie nicht nur einen, sondern zwei ungeklärte Fälle. Das Erste strahlt die Episode «Der Fall Sikorska» am Sonntag (25. November) um 20.15 Uhr aus. Es ist der sechste Krimi mit dem deutsch-polnischen Ermittlerteam.

Persönliches ist über die Kommissare dieses Mal kaum zu erfahren, die Kriminalfälle stehen im Vordergrund. Das war in der fünften Episode anders, als die alleinerziehende Ermittlerin Lenski bei einem Einbruch in ihrer Wohnung selbst zum Opfer wurde, einen Schock erlitt und eine Auszeit brauchte. Das Ermittler-Duo wirkt inzwischen gut aufeinander eingespielt, nachdem es zu Beginn zwischen den beiden immer wieder Spannungen gegeben hatte.

Dennoch haben sie sehr unterschiedliche Ansichten was die jetzigen Ermittlungen angeht. Beide arbeiten in einem deutsch-polnischen Ermittlerteam in Swiecko bei Frankfurt (Oder). Ein Liebespaar sind sie nicht.

Weil Lenski und Raczek im brandenburgischen «Polizeiruf 110» (rbb) erst in einigen Folgen zu sehen waren, wirkt nichts verschlissen. Das deutsch-polnische Ermittlerteam ist seit 2015 zu sehen. Zuvor ermittelte der brandenburgische Dorfpolizist Krause (Horst Krause).

Besser weil stärker betont als in der fünften Folge ist dieses Mal der Aspekt des Deutsch-Polnischen - der Besonderheit dieses Ermittlerteams der Krimireihe. Einige Szenen spielen in Polen, mehrere Figuren sprechen Polnisch (mit Untertiteln) - gut dosiert wird das eingestreut. Ermittler Raczek hat polnische Wurzeln und lebte als Kind einige Jahre im Nachbarland.

Dem Zuschauer wird der Einstieg in den Krimi leicht gemacht. Erste Szenen zeigen das Au-pair-Mädchen Paula an einer Badestelle an der Oder. Dann sind schon die Ermittler zu sehen, die am Ufer stehen beobachten, wie die Leiche geborgen wird. Die Au-pair-Familie, bei der die junge Frau lebte, gerät in den Fokus. Die Polizei stößt auf einen alten ungelösten Fall, der 15 Jahre zurückliegt. Julia Sikorska - die Tochter der Mutter in der Familie - verschwand damals und ist bis heute unauffindbar. Ihr Stiefvater und Arzt Gerd Heise (Götz Schubert) steht im Mittelpunkt der Ermittlungen. Auch, weil ihn der leibliche Vater von Julia verdächtigt. Die Handlung bleibt bis zur Auflösung spannend.

Krimi Nummer sieben ist bereits gedreht, wie der rbb mitteilte. Er soll voraussichtlich im Sommer 2019 zu sehen sein. Die Folge heißt «Heimatliebe». Es geht darin um einen Brand auf einem Bauernhof in einem polnischen Dorf. Bei einem späteren Überfall stirbt der Bauer. Der rbb setzt auch künftig auf das deutsch-polnische Ermittlerteam. Weitere Filme für die ARD-Krimireihe sollen im nächsten Jahr produziert werden.

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