Mit Smoothies und Kapuze : Pius Heinz ist Poker-Weltmeister

Poker-Ass Pius Heinz ist Weltmeister. Foto: David Becker
Poker-Ass Pius Heinz ist Weltmeister. Foto: David Becker

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09. November 2011, 11:30 Uhr

Pius Heinz (22), in Odendorf bei Bonn geboren, ist Poker-Weltmeister. Er gewann in der Nacht zu Mittwoch als erster Deutscher das Finale der "World Series of Poker" in Las Vegas, für dessen Gewinn er bereits im Vorweg als Favorit gehandelt worden war. Am Finaltisch, der "November Nine" genannt wird, schlug der Kapuzenträger den Lokalpatrioten Ben Lamb und den Tschechen Martin Stazko.
Nun durfte der 22-Jährige das Siegergeld von 8,7 Millionen Dollar (6,3 Millionen Euro) mit nach Hause nehmen. Dies geht aus dem Endresultat hervor, das die Veranstalter im Internet veröffentlichten.
Die World-Series: ein wahrer Marathon
Die World Series sind die Weltmeisterschaften im Pokerspielen. Mit sage und schreibe 7000 Spielern hatte das Turnier im Juli begonnen. Das Teilnehmerfeld dezimierte sich bis zum Wochenende auf neun, nach vielen Stunden unermüdlichen Kampfes dann auf die drei Finalteilnehmer. Piuz Heinz hielt seine Fans über seine Facebook-Seite stetig auf dem Laufenden, am Samstag verkündete er: "Morgen ist der wichtigste Tag meines Lebens. Ich bin so dankbar für all Eure unterstützung!"
Weltmeister als Newcomer
Heinz hat eine sehr ungewöhliche Karriere hinter sich gebracht, denn vor ein paar Jahren erst begann er mit dem Pokerspielen im Internet. Seit kaum mehr als einem Jahr gesellt er sich an den Pokertisch. Mit einem hellen "Hoodie" mit stets aufgesetzter Kapuze gekleidet, vermag der 22-Jährige uninszenierte Gesten und Emotionen auch ohne Sonnenbrille zu verbergen, ein wahrer Glücksbringer.
Am Montag schließlich rief der Wahlwiener Heinz auf seiner Facebook-Seite aus: "Hiermit verkünde ich stolz, dass ich der Poker-Weltmeister 2011 bin! Ich habe für Deutschland gewonnen."
Heinz bei Facebook, dpa, shz.de

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