Konzert in Berlin : Pink Floyd-Mitbegründer Roger Waters mit "The Wall" auf Tour

Roger Waters rockt Berlin.
1 von 8
Roger Waters rockt Berlin.

Avatar_shz von
16. Juni 2011, 10:41 Uhr

Revival und Revolution: 30 Jahre nach der Uraufführung von "The Wall" ist Pink Floyd-Mitbegründer Roger Waters wieder auf Tour - und hat in Berlin seine legendäre Mauer gebaut. 50 Jahre nach dem Bau der echten Berliner Mauer haben 11 000 Zuschauer am Mittwochabend in der ausverkauften O2-Arena das Revival der großen multimedialen Rockshow gefeiert.
Spektakuläre Show: Auf der Bühne wird die Mauer erst aufgebaut, dann zerstört
Herzstück des Spektakels ist eine Mauer aus Pappziegelsteinen, die auf der Bühne errichtet wird und am Ende wieder zerstört wird. Feuerwerk, Lichteffekte und scheinbar abstürzende Kampfflugzeuge in Kombination mit Projektionen auf einer Leinwand machen das Epos aus. Politische Slogans und Symbole stehen für die Kritik am Kapitalismus und Kriegen. Erzählt wird dabei die Geschichte eines Rockstars, dessen Leben geprägt ist von einer überbehüteten Mutter, einem strengen Lehrer und einer untreuen Ehefrau. Die Lieder "Another Brick In The Wall", "Mother" und "Dont Leave Me Now" spiegeln das wider.
Konzertdatum 15. Juni mit historischer Bedeutung
Roger Waters ist Bassist, Sänger und kreativer Kopf von Pink Floyd. 1985 hatte er die Band verlassen, er besitzt aber die Rechte an der Show "The Wall". Die Gruppe wurde in den 1980er Jahren zu einer der berühmtesten Bands der Rockgeschichte. 1990 trat Roger Waters mit "The Wall" auf dem Potsdamer Platz in Berlin auf - zur Feier des Falls der Berliner Mauer.
So ist es auch kein Zufall, dass das Konzert auf ein historisches Datum fällt: Am 15. Juni 1961 sagte der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht auf eine Frage einer Journalistin: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Knapp zwei Monate später begann der Bau des "Antifaschistischen Schutzwalls".

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen