Oscar-Preisträgerin ist bescheiden : Helen Mirren versteht die Euphorie um den Oscar nicht

Helen Mirren in Berlin. Foto: dpa
Helen Mirren in Berlin. Foto: dpa

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20. September 2011, 09:08 Uhr

Schauspielerin Helen Mirren ("Die Queen") hält wenig von ihren Oscar-Ehren. "Das mit dem "Academy Award" ist schon merkwürdig - denn letztlich wissen wir in unseren Herzen, dass das bedeutungslos ist", sagte die 66-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Helen Mirren gewann 2007 den Oscar als beste Hauptdarstellerin
Mirren gewann im Jahr 2007 den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle als Elisabeth II. Sie habe sich damals zwar sehr über die Ehrung für den europäischen, eher skurrilen Film gefreut. Aber der Oscar bedeute nicht, "dass du eine großartige, fantastische Schauspielerin bist", sagte die Britin.
Der Oscar ist kein Beweis dafür, dass man eine gute Schauspielerin ist
Die "Academy Awards" hätten eine merkwürdige globale Faszination. "Alle Welt ist ganz verrückt nach dem Oscar." Mirren ist Mitglied der Europäischen Film-Akademie, die über die Europäischen Filmpreise entscheidet. In dieser Funktion sehe sie brillante Schauspieler in Filmen aus Deutschland, Serbien, Italien oder der Ukraine. "Die würden ganz leicht einen Oscar gewinnen - wenn sie in einem englischsprachigen Film mitspielten." Mirren ist von Donnerstag an in den deutschen Kinos in dem Thriller "Eine offene Rechnung" als ehemalige Mossad-Agentin zu sehen, die einen Nazi-Kriegsverbrecher gejagt hat.

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