Schnellere Standards bei WM : Freistoß-Spray: Der Erfinder freut sich

Das Freistoß-Spray von Heine Allemagne hat sich etabliert.
Das Freistoß-Spray von Heine Allemagne hat sich etabliert.

Sprühsahne oder Rasierschaum: Das bei der laufenden Fußball-WM von den Schiedsrichtern eingesetzte Freistoß-Spray unterliegt dem Spott vieler Fußballfans. Jetzt meldet sich der Schöpfer Heine Allemagne zu Wort: Der Brasilianer hat sein Ziel erreicht.

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08. Juli 2014, 14:51 Uhr

Bis hierher und nicht weiter: Mit ihren Spraydosen, mit denen sie bei Freistößen die 9,15 Meter Abstand der Mauer markieren, haben die Schiedsrichter bei dieser WM staunende Blicke auf sich gezogen. Nun hat sich der brasilianische Erfinder des Sprays zu Wort gemeldet. In der einheimischen Presse bezeichnete er sich als „Idealist“ ohne „kommerziellen Ehrgeiz“.

„Viele Leute haben die Vorstellung, dass ich mit diesem Produkt reich geworden bin, aber es wurde nicht aus kommerziellem Ehrgeiz entwickelt“, sagte Heine Allemagne am Montag (Ortszeit) in Belo Horizonte. 320 Sprühdosen - fünf pro Spiel - im Wert von je fünf US-Dollar (rund 3,50 Euro) habe er der FIFA für die WM unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Allemagne hat auf den sich selbst auflösenden weißen Schaum nach eigenen Angaben seit 2000 ein Patent. 2006 habe er sich mit dem Argentinier Pablo Silva zusammengeschlossen und die Firma „9.15 Fair Play“ gegründet. Die WM solle dem Spray, das schon in einigen südamerikanischen Ligen verwendet werde, jetzt zum Durchbruch auch in Europa verhelfen. Nach Einschätzung des Brasilianers verringert es die Zeit zum Aufbau der Mauer von 48 auf 20 Sekunden. „Das Spiel wird damit dynamischer“, meinte Allemagne.

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