Fußball-Anhänger : Dieter Hildebrandt nervt die heutige Fankultur

Fußball-Fan vom alten Schlag: Dieter Hildebrandt. Foto: Markus Scholz
Fußball-Fan vom alten Schlag: Dieter Hildebrandt. Foto: Markus Scholz

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18. Mai 2012, 11:04 Uhr

Unabhänging vom Skandal-Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC kann sich Kabarettist und "Löwenfan" Dieter Hildebrandt (84) mit der Fußball-Fangeneration von heute nicht mehr identifizieren. "Das ist nicht mehr mein Publikum", sagte der ehemalige "Scheibenwischer"-Moderator im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.
"Ich gehe auf keinen Fußballplatz mehr, weil die Fußball-Fans derartig laut, nervig und teilweise auch hirnrissig in ihren Ausdrucksformen sind. Ich finde da kein Gemeinschaftserlebnis mehr", bemängelte Hildebrand die Zustände in den heutigen Stadien. Die Arene spalteten sich heute in zwei homegene Blöcke. "Die einen haben blaue Fahnen und die anderen rote, beide schreien blödsinnige Parolen und man versteht sein eigenes Wort nicht mehr. Dass die Spieler auf dem Platz überhaupt noch den Ball treffen, ist wirklich erstaunlich."
Er sei zwar immer noch "ein Anhänger dieses Fußballsports", mit organisierten Fanclubs kann der eingefleischte Fan des TSV 1860 München aber nichts anfangen. "Zu meinen 60ern gehe ich hin und wieder noch - aus Tradition und auch aus Anhänglichkeit. Ich binde aber keinen Schal um und ziehe kein blaues T-Shirt an." Hildebrandt feiert in der kommenden Woche seinen 85. Geburtstag.

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