Ende des Rätselratens : Bruni-Sarkozy-Kind heißt "Giulia"

Carla Bruni-Sarkozy ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Foto: Chris Ratcliffe
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Carla Bruni-Sarkozy ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Foto: Chris Ratcliffe

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21. Oktober 2011, 08:54 Uhr

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla sind Eltern geworden. Die 43-jährige Carla Bruni-Sarkozy brachte am Mittwochabend gegen 20.00 Uhr in Paris eine gemeinsame Tochter zur Welt. Frankreich rätselte einen ganzen Tag über den Namen des Neugeborenen. Der französische TV-Sender BFM vermeldete gleich, dass das Kind angeblich Daliah hieße.
Am Donnerstagabend gab die stolze Mutter auf ihrer Internetseite dann aber den wahren Namen des Präsidentenbabys offiziell bekannt: "Giulia." Zugleich bedankte sie sich für die zahlreichen Glückwünsche und teilte mit sie sei "tief berührt" Auch im Namen ihres Mannes, des Präsidenten, wolle sie nach dem freudigen Ereignis Danke sagen für entgegengebrachten Sympathien.
Vater stolz, Carla und Giulia wohlauf
"Alle Eltern hier werden unsere sehr große Freude verstehen - eine Freude, die umso größer ist, weil sie privat ist", erklärte der glückliche Vater Sarkozy vor laufenden Fernseh-Kameras nach Angaben des TV-Senders BFM bei einem Besuch in Mayenne. Mutter und Kind seien wohlauf: "Es geht ihnen sehr gut."
Erstmals seit Napoleon Bonaparte vor 155 Jahren wurde ein französisches Staatsoberhaupt während seiner Amtszeit Vater. Seine Amtsgeschäfte ermöglichten es ihm nicht, seiner Gattin im Kreissaal beizustehen. Sarkozy verpasste der Geburt, denn er hatte zeitgleich Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Blitzbesuch wegen des Euro-Rettungspaketes in Frankfurt am Main abzustatten. Am Nachmittag vor seinem Treffen mit der Kanzlerin hatte Präsident Sarkozy die schwer bewachte Geburtsklinik besucht, die von Paparazzi seit Tagen umlagert worden war. Die unmittelbare Umgebung um die Klinik De la Muette im schicken 16. Pariser Arrondissement war seit längerem abgeriegelt.
Unerwartet eine Tochter
Giulia ist das erste gemeinsame Kind für die seit 2008 Vermählten und der erste Sprössling weiblichen Geschlechts für beide. Nicolas Sarkozy (56) hat bereits drei Söhne aus zwei früheren Ehen und einen Enkelsohn. Carla hat ebenfalls einen Sohn aus einer früheren Beziehung. Dass Bruni nun ausgerechnet eine Tochter zu Welt brachte, gilt in der französischen Öffentlichkeit daher als Überraschung. Der Präsident zeigt sich abschließend amüsiert über die mediale Öffentlichkeit, die ihm einen Sohn prophezeit hatte, schließlich habe er sich persönlich eine Tochter gewünscht.
Um Kritik zu vermeiden, ihr Privatleben während des bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampfs zu instrumentalisieren, hatten die Sarkozys die Schwangerschaft nie öffentlich bekanntgegeben. Carla gab aber einige Interviews, in denen sie ankündigte, dass sie das Kind nicht der Öffentlichkeit preisgeben wolle und es deswegen auch keine Fotos geben werde.
Die Sängerin, die zuvor Karriere als Model gemacht hatte, hatte ihren Kinderwunsch nie verheimlicht. Auf einer Indien-Reise im Dezember 2010 hatte etwa sie ein Mausoleum besucht, wo Frauen traditionell um Kindersegen bitten.
Ihre ältere Schwester, die Schauspielerin Valeria Bruni Tedeschi, hatte wenige Monate zuvor ein Kind aus dem westafrikanischen Senegal adoptiert. Auch Carla hatte mit dem Gedanken an eine Adoption gespielt, wenn es aus Altersgründen nicht mehr klappen sollte. "Ich werde nicht gegen die Natur angehen", hatte sie der Zeitschrift "Figaro Madame" gesagt.
Buntes Privatleben der Präsidentenfamilie
Nicolas Sarkozy hatte sich bei seiner Amtseinführung 2007 von seiner damaligen Frau Cécilia und den fünf Kindern ihrer Patchwork-Familie begleiten lassen. Ihr gemeinsamer Sohn Louis wünschte ihm vor laufenden Kameras "Viel Glück, Papa". Seine beiden anderen Söhne Pierre und Jean stammen aus Sarkozy erster Ehe mit seiner damaligen Frau Marie-Dominique.
Nur wenige Wochen nach seiner Scheidung von Cécilia zeigte sich Sarkozy mit der franko-italienischen Sängerin Carla - und deren Sohn Aurélien, den er auf einer Jordanienreise auf den Schultern trug. Wegen der vielen Fotografen hielt der Junge beide Hände vors Gesicht.
Seine Mutter bedauerte später, ihren Sohn auf diese Weise der Öffentlichkeit ausgesetzt zu haben. "Das war ein Fehler, ich hätte wissen müssen, dass Fotografen da sein würden, ich war unvorsichtig", räumte sie später ein. Deswegen werde es von dem neuen Kind auch keine Fotos geben, hatte sie kurz vor der Geburt betont.
dpa, shz.de

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