„Tatort“-Kommissar in Münster : Axel Prahl will mit 60 in Rente gehen

Muss Börne bald alleine auf Verbrecherjad gehen? Axel Prahl denkt über ein Karriereende nach. Vorher kommt er noch zur Kieler Woche.

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10. Juni 2015, 11:24 Uhr

München | Schauspieler Axel Prahl denkt darüber nach, in fünf Jahren seine Karriere zu beenden. „Ich will ja noch ein bisschen mit meiner Familie das Leben genießen“, sagte der 55-Jährige dem Magazin „Playboy“. „Bevor ich von der staatlichen Rente überhaupt nichts mehr sehe, mache ich lieber mit 60 einen Punkt.“ Seine Popularität als Ermittler Frank Thiel im Münsteraner „Tatort“ empfindet Prahl nach eigenen Angaben als „Segen und Fluch zugleich“.

Manchmal sei es ihm unangenehm, wenn ihn Menschen auf der Straße ansprächen. „Ich bin zum Beispiel mit meinen Kindern mal über den Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz gelaufen, und da kam so ein sturzbetrunkener Typ, der meinte: Ey, du bist doch der Prahl“, erzählte er. „Und dann fing er an, mich in den Schwitzkasten zu nehmen. Das sind so Erlebnisse, die ich mir gern ersparen würde.“

Der Schauspieler hat schleswig-holsteinische Wurzeln. Prahl wurde in Neustadt in Holstein geboren. Ein Lehramts-Studium in Kiel brach er nach fünf Semestern ab. Dann wurde er Schauspieler, unter anderem stand er beim Schleswig-Holsteinischen Landestheater auf der Bühne.

Axel Prahl (links) spielte am Landestheater im Musical „Linie 1“ mit.
Landestheater
Axel Prahl (links) spielte am Landestheater im Musical „Linie 1“ mit.
 

Seit 1992 lebt Prahl in Berlin. Trotzdem ist er im Herzen ein Kind der Küste geblieben. Auftritte als Sänger führen ihnen immer wieder in den Norden. Am 20. Juni hat er die besondere Aufgabe in Kiel: Gemeinsam mit Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Ministerpräsident Torsten Albig darf er die Schiffglocke schlagen und offiziell die Kieler Woche eröffnen.

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