Vaterschaft : Albert II. zu täglich 5000 Euro Geldstrafe verurteilt

Belgiens Ex-König Albert II. von Belgien steckt in der Klemme. /EPA
Belgiens Ex-König Albert II. von Belgien steckt in der Klemme. /EPA

Eine mögliche uneheliche Tochter will den früheren belgischen König zu einem Vaterschaftstest zwingen. Dieser hat sich bisher geweigert. Wird er es sich jetzt anders überlegen?

shz.de von
16. Mai 2019, 17:03 Uhr

Dem früheren belgische König Albert II. droht im Streit mit seiner möglichen unehelichen Tochter eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro täglich, falls er weiter einen Vaterschaftstest verweigert.

Das entschied das Brüsseler Berufungsgericht nach übereinstimmenden Medienberichten am Donnerstag.

Ein Gericht hatte den 84-Jährigen im Oktober zu dem Test verurteilt. Die Entscheidung war ein Etappensieg für die Künstlerin Delphine Boël, die seit 2013 um die Anerkennung als Kind des ehemaligen Monarchen kämpft. Die heute 51-Jährige sagt, ihre Mutter, die Baronin Sybille de Sélys Longchamps, und Albert II. hätten vor Jahrzehnten eine längere Affäre gehabt. Der ehemalige König bestreitet die Vaterschaft jedoch und verweigerte sich dem Vaterschaftstest. Gegen das Urteil legte er beim höchsten belgischen Gericht Einspruch ein, das Urteil wird erst gegen Ende des Jahres erwartet.

Dennoch soll er nun eine Vorladung für den Test erhalten. Sollte er den Termin nicht wahrnehmen, gilt die Geldstrafe den Berichten zufolge von diesem Tag an.

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