"Außenseiter der chinesischen Gesellschaft" : Ai Weiwei weiterhin verschwunden

Drei Tage nach Ai Weiweis Verhaftung berichten Chinas Staatsmedien erstmals über den Fall. Foto: dpa
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Drei Tage nach Ai Weiweis Verhaftung berichten Chinas Staatsmedien erstmals über den Fall. Foto: dpa

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07. April 2011, 10:04 Uhr

Die Staatsmedien haben ihr Schweigen gebrochen und berichten erstmals über den Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei, der vor drei Tagen verhaftet wurde. Seitdem ist er spurlos verschwunden.
Ai Weiwei sei ein "Außenseiter der chinesischen Gesellschaft"
Der Bürgerrechtler sei ein "Außenseiter der chinesischen Gesellschaft", hieß es in einem am Mittwoch in der Zeitung "Global Times" veröffentlichten Kommentar. "Ai Weiwei tut Dinge, die sich andere nicht herausnehmen. Er ist nah an die rote Linie des chinesischen Rechts gekommen", schrieb das englischsprachige Sprachorgan der Kommunistischen Partei.
Ai Weiwei weiterhin verschwunden, ausländische Regierungen fordern seine Freilassung,

Die Forderungen von Menschenrechtsgruppen und ausländischen Regierungen nach seiner Freilassung seien Ausdruck einer "rücksichtslosen" Missachtung der Souveränität Chinas. Ai Weiweis internationale Unterstützer attackierten China mit schweren Vorwürfen, ohne die Wahrheit zu kennen.
Der weltweit bekannte Künstler Ai Weiwei, der sich auch häufig in Deutschland aufhielt, war am Sonntag von der Grenzpolizei am Flughafen Peking festgenommen worden und ist seither verschwunden, was internationale Proteste auslöste. Er wollte nach Hongkong fliegen. Am 29. April wollte er außerdem eine Ausstellung in Berlin eröffnen.
Guido Westerwelle ist ebenfalls für die Freilassung
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wollte wegen des Falls noch am Mittwoch den chinesischen Botschafter in das Auswärtige Amt einbestellen - "damit unsere Botschaft klar und unmissverständlich die chinesische Regierung erreicht", sagte er in Berlin. Ai Weiwei müsse umgehend freikommen und die Möglichkeit haben, seiner künstlerischen Arbeit weiter nachgehen zu können.
Ai Weiweis Familie ist sehr besorgt
In Ai Weiweis Familie wächst unterdessen die Besorgnis. "Wir wissen nichts darüber, wo er im Moment ist", sagte seine Schwester Gao Ge der Nachrichtenagentur dpa in Peking. "Wir wissen auch nicht, was die Polizei ihm vorwirft. Wenn wir es wüssten, würde meine Mutter etwas weniger beunruhigt sein. Alles was wir tun können ist die Menschen zu bitten, uns zu helfen."

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