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Literatur : Wer war wer in Auschwitz?

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Im Mai 2013 starb der renommierte NS-Forscher Ernst Klee. Jahrzehntelang hatte sich der Historiker und Sozialpädagoge mit den nationalsozialistischen Verbrechen auseinandergesetzt, ganz besonders mit dem Euthanasieprogramm.

Kurz vor seinem Tod konnte er sein letztes Werk abschließen, ein umfassendes Personenlexikon über die Auschwitz-Verbrecher, das jetzt vom Fischer Verlag veröffentlicht wurde. Unter dem Titel «Auschwitz - Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde», enthält der Band etwa 4000 Kurzbiografien von Männern und Frauen, die in dem Vernichtungslager arbeiteten. Die weitaus meisten davon waren Täter, einige wenige Opfer etwa von Menschenversuchen.

Zu den prominenten Verbrechern, die Erwähnung finden, gehört etwa der berüchtigte KZ-Arzt Josef Mengele. Vor allem aber hat Klee die Biografien jener vielen untergeordneten SS-Männer durchleuchtet, die den mörderischen Betrieb erst am Laufen hielten. Der Verbleib der Betreffenden nach 1945 ist ebenso dokumentiert wie Zeugenaussagen.

- Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 512 Seiten, 24,99 Euro, ISBN 978-3-10-039333-3

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erstellt am 03.Sep.2013 | 10:07 Uhr

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