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Literatur : Was wir aus der Geschichte lernen können

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Kann man aus der Geschichte lernen? Wenn es nach Sonntagsrednern geht ja. Meist läuft es dann auf die Mahnung hinaus, dass sich die schreckliche deutsche Geschichte nicht wiederholen dürfe.

Der Autor und Übersetzer Loel Zwecker versucht dagegen positive historische Erfahrungen für die Gegenwart fruchtbar zu machen. In «Ein Blick zurück in die Zukunft. Was wir aus der Geschichte lernen können» beleuchtet er fünf Themenbereiche: Ehe, Arbeit, Steuern, Bildung sowie Sport.

Beim Blick zurück in die Geschichte zeigt er, wie sich die Wertigkeiten verändert haben. Dass Liebe und Ehe die längste Zeit in der Geschichte nicht zusammen gingen, dürfte allgemein bekannt sein. Doch auch das hohe Prestige der Arbeit ist ein recht junges Konzept. Wer etwa bei den alten Griechen arbeiten musste, hatte «schlicht Pech gehabt», erstrebenswert war allein die Muße.

Zwecker versucht nicht, das Rad der Geschichte zurückzudrehen, doch er will Denkanstöße geben. Mancher Vorschlag ist vielleicht etwas naiv, doch anregend ist sein Buch allemal.

(Loel Zwecker: Ein Schritt zurück in die Zukunft. Was wir aus der Geschichte lernen können, Pantheon Verlag, München, 416 Seiten, 17,99 Euro, ISBN 978-3-570-55181-3)

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erstellt am 15.Okt.2013 | 09:37 Uhr

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