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Literatur : Vargas Llosa mit eigenem Werk nicht zufrieden

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Der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa ist mit seinen eigenen Werken nicht zufrieden. «Ich habe ein großer Schriftsteller sein wollen, aber ich bin keineswegs davon überzeugt, dass mir das auch gelungen ist», sagte der 77-jährige Autor der spanischen Zeitung «El Mundo».

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 13:47 Uhr

Die zahlreichen Literaturpreise und Auszeichnungen, die er erhalten habe, sagten nichts darüber aus, ob er es auch wirklich geschafft habe, das zu schreiben, was er schreiben wollte.

«Dies sagt mir nur mein tiefstes Inneres. Und ich habe eindeutig das Gefühl, dass ich es nicht geschafft habe.» Am kommenden Donnerstag (12. September) erscheint in Spanien und Lateinamerika der neue Roman «El héroe discreto» (Der unauffällige Held) des Autors. Das Werk befasst sich mit der Korruption in der peruanischen Heimat des Schriftstellers.

Die Unzufriedenheit mit den eigenen Schriften sei für ihn ein großer Ansporn. «Mich hat schon immer das Bild eines Autors abgeschreckt, der sich mit seinen Werken zufriedengibt und nichts mehr riskiert», sagte Vargas Llosa. «Das ist ungefähr so, als würde man sterben, obwohl man noch am Leben ist.»

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