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Literatur : Stärkere europäische Würdigung des Koran gefordert

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Der Koran findet nach den Worten der Berliner Arabistin Angelika Neuwirth hierzulande noch keine angemessene Würdigung.

Die heilige Schrift des Islam sei ein literarisch einzigartiges Werk, das aber noch nicht im Bildungskanon angekommen sei, sagte Neuwirth der Nachrichtenagentur dpa. Der Koran habe aber eine grundlegende Bedeutung für Europa, auch weil inzwischen viele Muslime hier lebten. «Wir können vor ihrer Kultur nicht die Augen verschließen und vorgeben, dass das Herzstück ihrer Identität uns nichts angeht», sagte Neuwirth.

Die Arabistin bekommt für ihre Forschungen zum Koran in diesem Jahr den Sigmund-Freud-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Die Auszeichnung ist mit 20 000 Euro dotiert.

Bei der Herbsttagung der Akademie von diesem Donnerstag bis Samstag (24. bis 26.10.) in Darmstadt geht es am Freitag unter anderem um das Verhältnis von Koran und Europa. Neuwirth wird dabei ausgewählte Suren lesen und kommentieren.

Akademie für Sprache und Dichtung

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erstellt am 24.Okt.2013 | 13:57 Uhr

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