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Literatur : Plätschert dahin: Debütroman «Strom»

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In ihrem Debütroman «Strom» verwebt Hannah Dübgen die Geschichten von vier jungen Menschen. Sie alle haben interessante Berufe und müssen Karriere und Privatleben in Einklang bringen.

Jason soll für seine Investmentfirma in Tokio den Kauf eines Traditionsunternehmens einfädeln. Die japanische Pianistin Makiko bemerkt in Paris mit Schrecken, dass sie schwanger ist. Der brasilianische Zoologe Luiz lebt mit seiner jüdischen Frau in Tel Aviv und hält die Zerrissenheit des Landes nicht mehr aus. Ada aus Berlin hat mit ihrer Freundin Judith einen Film über das Leben im Gazastreifen gedreht, dann bricht Judith plötzlich zusammen und stirbt wenig später an einem Gehirntumor.

Die 1977 geborene Autorin erzählt «Strom» souverän in der Art eines Episodenfilms. Der Stoff könnte mehrere Romane füllen und das ist das Problem dieses Debüts. Die Figuren stecken in existenziellen Krisen, aber sie bleiben flach und lassen sich nur schwer greifen. Jason, Makiko, Luiz und Ada sind Weltbürger, die ohne Probleme zwischen den Kulturen wechseln. Doch es umgibt sie eine Leere, die einen nach der Lektüre unbefriedigt zurücklässt. So plätschert «Strom» über weite Strecken dahin. Hannah Dübgen bringt dem Leser allerdings geschickt Wissenswertes nahe, vor allem über den Konflikt in Israel, aber auch über kulturelle Gepflogenheiten in Japan.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 16:47 Uhr

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