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Literatur : «Ohne Klischees»: Jugendliteraturpreis für Andreas Steinhöfel

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Der Schriftsteller Andreas Steinhöfel hat für sein Gesamtwerk den Deutschen Jugendliteraturpreis erhalten. Die Autoren John Green, Frank Cotrell Boyce und Tamta Melaschwili wurden ebenfalls geehrt.

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erstellt am 12.Okt.2013 | 12:07 Uhr

Andreas Steinhöfel vermag es, sich von vorgefertigten Mustern in der Literatur zu lösen. Er räume «mit gängigen Klischees im Kinder- und Jugendbuch radikal auf», begründete die Jury auf der Frankfurter Buchmesse die mit 10 000 Euro verbundene Auszeichnung. «Seine Erzählstrukturen sind voller Paradoxien, er irritiert damit den arglosen Leser und zwingt ihn erbarmungslos zum Nachdenken.» Zu seinen Büchern zählt «Paul Vier und die Schröders», das zur Standardlektüre in Schulen gehört.

Die Jugendjury vergab ihren mit 8000 Euro dotierten Preis an den Bestseller «Das Schicksal ist ein mieser Verräter» von John Green über zwei krebskranke Kinder. Die Kritikerjury prämierte vier weitere Bücher, sie sind mit je 8000 Euro dotiert. Bestes Bilderbuch ist «Wo ist mein Hut» von Jon Klassen, bestes Kinderbuch «Der unvergessene Mantel» von Frank Cotrell Boyce, bestes Jugendbuch «Abzählen» von Tamta Melaschwili, bestes Sachbuch «Der Boxer» von Reinhard Kleist.

Vor der Preisverleihung war eine Debatte entbrannt, ob der Deutsche Jugendliteraturpreis zu oft an nicht-deutsche Autoren geht. Mehrere hundert Autoren hatten einen «Offenen Brief» unterschrieben, in dem eine Änderung der Vergabepraxis gefordert wird.

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